Unfalltod eines 2-Jährigen: Prozess gegen Erzieherin wird fortgesetzt

Die Erzieherin sitzt im Amtsgericht im Flur neben ihrer Anwältin. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild

Vor dem Amtsgericht Ahrensburg wird heute die Beweisaufnahme im Prozess gegen eine Erzieherin wegen des Unfalltods eines Zweijährigen fortgesetzt. Die 33-Jährige soll ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt und dadurch den Tod des Kindes fahrlässig verschuldet haben. Der Junge war im Juli 2016 bei einer Kita-Reise auf dem Gelände eines Jugendheims in Hoisdorf im Kreis Stormarn in einen Teich gefallen und ertrunken. Die 33-Jährige war eine von sieben Erwachsenen, die die 20 Kindern im Alter zwischen einem und sieben Jahren begleitet hatten.

Zu Beginn des Prozesses vor drei Wochen hatte die Angeklagte über ihre Verteidigerin erklärt, sie empfinde es als ungerecht, dass ihr die alleinige Schuld an dem Unglück gegeben werde. Auch den übrigen Betreuern seien Aufsichtspflichten übertrage worden. An den vorangegangenen Prozesstagen waren unter anderem weitere Betreuer und Rettungskräfte befragt worden. Ob der Prozess am Montag zu Ende gehen wird, war zunächst unklar.

dpa

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