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Große Aufregung am Dienstagvormittag in Hamburg: Ein Mann schleppte sich mit einer stark blutenden Wunde am Oberkörper in den Vorraum des Landgerichtes. Mitten zwischen den Wartenden brach er zusammen. Ein zufällig im Gerichtsgebäude anwesender Arzt versorgte den Verletzten. Zeugen gingen davon aus, dass der Mann von einem Messerstecher angegriffen wurde und auch die Polizei glaubte zunächst an einen Messerangriff und suchte nach dem Täter. Das Gelände wurde nach Spuren durchkämmt, die U-Bahnen hielten nicht an den umliegenden Haltestellen – doch dann nahm die ganze Sache eine überraschende Wendung.

Der Verletzte war ein Angeklagter in einem Berufungsverfahren. Ein ehemaliger Anwalt, der am Landgericht um 9:30 Uhr seinen Termin hatte. Ein Termin, zu dem er offenbar auf keinen Fall erscheinen wollte. Die Rechtsmedizin hat die oberflächlichen Stiche am unteren Rücken des Mannes bereits untersucht. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann sich selbst verletzt hat.

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