Trotz Gaskrise und Corona: Hochschulen in Niedersachsen wollen Wintersemester in Präsenz

Ein leerer Hörsaal an einer Universität. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die niedersächsischen Hochschulen plädieren trotz Corona und drohenden Gasmangels für die Weiterführung des Präsenzbetriebs im Wintersemester. Oberstes Ziel sei es, Studierende und Mitarbeitende so weit wie möglich vor Ort zu bringen, teilte die Landeshochschulkonferenz (LHK) am Donnerstag mit. Präsenzphasen sollten vor allem überall dort angeboten werden, wo es um soziale Interaktion, Reflexion und Diskussion gehe, etwa in Seminaren oder Laborübungen. Wissensvermittlung in Vorlesungen könne dagegen auf Lernplattformen online verfügbar gemacht werden, falls es die Pandemie erfordere. Aktuell ist an den Universitäten vorlesungsfreie Zeit, das Wintersemester beginnt am 1. Oktober.

„Die Hochschulen fahren auch weiterhin auf Sicht“, sagte der Vorsitzende der LHK Niedersachsen, Joachim Schachtner, der auch Präsident der Technischen Universität (TU) Clausthal ist. Der Schutz der Gesundheit habe oberste Priorität, dies gelte insbesondere für die psychosoziale Gesundheit der Studierenden, die nicht zuletzt durch den Ukraine-Krieg und den damit verbundenen Einschränkungen und Ängste einmal mehr im Fokus stehe. Schachtner betonte, dass auch im Fall einer drastischen Einschränkung der Gasversorgung weiterhin beheizte Lernräume für Studierende zur Verfügung stehen müssten.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler hatte angesichts der Gaskrise eine mögliche längere Weihnachtspause an den Hochschulen des Landes ins Spiel gebracht. Der Vorschlag sei aus dem Kreis der Hochschulpräsidenten gekommen, sagte der CDU-Politiker kürzlich der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Mit dpa

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