Versuchtes Tötungsdelikt in Eckernförde: Tatverdächtiger stellt sich

Nach der Veröffentlichung eines Phantombildes am vergangenen Dienstagabend hat sich der Tatverdächtige im Falle des versuchten Tötungsdeliktes in Eckernförde bei der Polizei gestellt. Der 57-Jährige hat außerdem eine Aussage zu den Vorwürfen gemacht, teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Kiel mit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel wurde der Mann einem Richter am Amtsgericht Eckernförde vorgeführt.

Versuchtes Tötungsdelikt auf der Stettiner Straße in Eckernförde

Am späten Dienstagnachmittag veröffentlichten die Staatsanwaltschaft Kiel und die Polizei das Phantombild eines Mannes, der im Verdacht steht, am Dienstag, 29.10.2019, gegen 18:30 Uhr, in Eckernförde, Stettiner Straße 61, ein versuchtes Tötungsdelikt begangen zu haben. Das Opfer, ein 37-jähriger Familienvater, trug an diesem Abend Sperrmüll zum Sammelplatz, als er eine Person bemerkte, die in dem Sperrmüll wühlte. Es entwickelte sich ein Streit, in dessen Verlauf der Täter auf den Mann einstach. Anschließend flüchtete der Angreifer mit einem Fahrrad in eine unbekannte Richtung. Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Symbolbild von Oliver Berg/Archiv.

Der mutmaßliche Täter stellte sich am Mittwoch

Nach der Veröffentlichung des Phantombildes erschien ein 57-jähriger Mann am Mittwochmorgen bei der Kriminalpolizei in Eckernförde und erklärte gegenüber den Beamten, dass er der Gesuchte sei. Er wurde vorläufig festgenommen. Anschließend machte der mutmaßliche Täter in Anwesenheit seines Rechtsbeistandes Angaben zu dem Vorfall. Er bestätigte, dass es vor Ort zu einem Streit gekommen sei, berief sich jedoch wegen einer anschließenden körperlichen Auseinandersetzung mit dem 37-Jährigen auf eine mögliche Notwehrlage.

Notwehr laut Staatsanwaltschaft nicht ausgeschlossen

Die Ermittler haben zurzeit keine Zweifel daran, dass es sich bei dem 57-Jährigen aus Eckernförde um den gesuchten Tatverdächtigen handelt. Der Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel Donnerstagnachmittag einem Richter am Amtsgericht Eckernförde vorgeführt. Dieser lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft ab, weil er eine Notwehrsituation nicht ausschließen konnte.

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