Todesfälle durch Keime: Hamburger Verbraucherschutz warnt vor Wurst der Firma Wilke

Durch die Keime im Fleisch soll es bereits zwei Todesfälle gegeben haben (Symbolbild). Foto: Pixabay 

Schon zwei Todesfälle bringen die Behörden mit dem Hersteller Wilke in Verbindung. In den Wurstprodukten sollen mehrmals Listerien-Keime gefunden worden sein. Diese Keime können beim Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zur Gefahr werden. Nun habe der Wurstwaren-Hersteller derweil die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens beantragt. 

Verbraucherschutz warnt

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) hat einen Rückruf von Produkten der Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG in Hamburg eingeleitet und rät Verbraucherinnen und Verbrauchern vom Verzehr von Produkten besagter Firma ab. Ermittlungen der zuständigen Behörden in Hessen hatten ergeben, dass die Produkte der Firma mit einem aktuellen Krankheitsausbruch in Verbindung stehen. 

Hamburger Großhändler wurden beliefert

Nach Angaben der Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG sind alle abgepackten mit dem Identitätskennzeichen „DE EV 203 EG“ versehenen Erzeugnisse zurückzurufen. Ein Vertrieb von Waren hat bundesweit stattgefunden. Unter anderem wurden auch sieben Hamburger Großhändler mit Erzeugnissen der Firma Wilke beliefert. Die Verbraucherschutzämter der betroffenen Bezirke Altona und Mitte haben mittlerweile einen möglichen Weiterverkauf in den Einzelhandel gestoppt, die Ware wird aus vorbeugendem Gesundheits- und Verbraucherschutz aus dem Verkehr genommen. Die BGV rät Verbraucherinnen und Verbrauchern vom Verzehr besagter Ware ab. Auch „Foodwatch Deutschland“ warnt vor Produkten, die noch auf dem Markt verbreitet sein könnten:


Auf Symptome achten

Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach Infektion mit Durchfall und Fieber. Insbesondere Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwerere Krankheitsverläufe entwickeln. Personen, die dieses Lebensmittel gegessen haben und die genannten Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. Schwangere, die dieses Lebensmittel gegessen haben, sollten sich auch ohne Symptome in ärztliche Behandlung begeben und sich beraten lassen. Für andere Personen ohne Symptome ist dies nicht sinnvoll.

 

mala / dpa / bgv

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