Tod von Zehntausenden Herero und Nama: Daniel Günther bekennt sich zu deutscher Schuld in Namibia

Bundesratspräsident Daniel Günther (l, CDU) steht neben dem Präsidenten der Republik Namibia, Dr. Hage Geingob. Foto: P. Kraft/Archiv

Bundesratspräsident Daniel Günther hat sich in Namibia zur Schuld deutscher Truppen an Verbrechen während der Kolonialzeit bekannt. „Die Schrecken, die Deutsche Anfang des 20. Jahrhunderts an den Menschen dieses Landes, insbesondere an den Herero und Nama verübt haben, bleiben unvergessen“, sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident nach Angaben der Kieler Staatskanzlei am Dienstag in der Hauptstadt Windhuk. „Die Folgen der damaligen Verbrechen wirken bis heute nach. Diese historische Schuld erkennen wir ohne Wenn und Aber an.“ Günther (CDU) sprach vor dem Oberhaus des namibischen Zweikammern-Parlaments.

Das Deutsche Reich war von 1884 bis 1915 Kolonialmacht im heutigen Namibia. Kolonialtruppen sind für den Tod von Zehntausenden Herero und Nama verantwortlich. Die Volksgruppe der Herero hat vom Bundestag eine Entschuldigung für die Verbrechen verlangt. Die Nachfahren fordern von Deutschland auch eine finanzielle Wiedergutmachung.

dpa

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