Tipps gegen Langeweile in der Coronavirus-Quarantäne

In der Quarantäne ist Abwechslung wichtiger denn je. Wir geben inspirierende Tipps für die einschläfernden Zeiten. Foto: Pixabay

Quarantäne oder Kontaktsperre – das kann auf Dauer ganz schön langweilig zu Hause werden. Fühlt es sich am Anfang noch wie ein verlängertes Wochenende an, kommt schnell der Drang nach sozialen Kontakten, der Wunsch nach Arbeit und Alltag zurück.

Auch das Seriengucken wird irgendwann langweilig und man kann das Sofa nicht mehr sehen, geschweige denn darauf sitzen. Wer schon die dritte Serie durch hat, braucht mal etwas anderes.

Hier ein paar Tipps gegen Langeweile in der Quarantäne

1. Virtuelle Museumsbesuche

Museen und Kunsthallen sind geschlossen, Ausstellungen und Vernissagen abgesagt. Aber Kunst und Corona gehen trotzdem zusammen. Wie wäre es mit einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellungen dieser Welt? Dabei muss man nicht mal nach Paris fliegen um die weltberühmte Mona Lisa von Leonardo da Vinci im Louvre zu bestaunen, denn auch diese Reise ist in Zeiten von Corona abgesagt.

Leonardo da Vincis weltberühmte Mona Lisa hängt im Pariser Louvre, kann aber auch online bestaunt werden. Foto: SAT.1 REGIONAL

Hier geht es in den weltberühmten Louvre. Auch das MoMa in New York bietet einen digitalen Rundumblick über die weltbekannte Sammlung. Bei uns im Norden haben auch viele Museen ihre Schätze ins Netz gestellt. So zum Beispiel die Hamburger Kunsthalle, die Kunsthalle Bremen oder das Sprengel Museum in Hannover. Dieses bietet mehr als 9.000 Kunstwerke in der Online-Sammlung, unter ihnen das berühmte Gemälde „Pferd und Adler“ von Franz Marc.

Franz Marc, Pferde und Adler, 1912, Öl auf Leinwand. Foto: Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum Hannover

Außerdem gibt es in den „Quarantäne-Clips“ des Museums auf Instagram und Facebook ganz persönliche Erklärungen der Museumsmitarbeiter zu den Kunstwerken.

Für Schleswig-Holstein gibt es sogar den virtuellen Museumsguide VIMU. Er bietet 36 Stationen zur Geschichte Schleswig-Holsteins und Süddänemarks. Oft grenzüberschreitend betrachtend sowie multimedial und interaktiv angelegt, präsentieren die Geschichten wichtige Ereignisse und
spannende Entwicklungen aus der Geschichte rund um Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur sowie „Meer und Grenzen“.

2. Sport stärkt das Immunsystem

Was trotz Quarantäne nicht zu kurz kommen sollte, ist die Bewegung. All diejenigen, die nicht unter Quarantäne stehen, dürfen und sollen selbstverständlich weiter draußen Sport machen – allerdings allein. Das Laufen an der frischen Luft ist gesund und stärkt das Immunsystem. Wer die eigenen vier Wände nicht verlassen darf, der sollte trotzdem nicht untätig herumsitzen, sondern – gerne bei geöffnetem Fenster – auf die vielen Online-Angebote privater Fitnesstrainer, großer und kleiner Studios oder Fitness-Influencer zurückgreifen.

Wie wäre es mit einem Tanzkurs? Stühle und Tisch zur Seite rücken und los geht’s. Die Tanzschule Stroeh aus Kiel bietet regelmäßig am Abend einen 20-minütigen Tanzkurs via Livestream auf ihren Social Media Kanälen. Das Angebot richtet sich vor allem an Einzelpersonen. Jeder ist aufgerufen mitzumachen und interaktiv dabei zu sein. Für Tanzlehrer Ingmar Karde ist das eine völlig neue Erfahrung: „Es ist schon krass, so ganz ohne direktes Feedback und ohne die Kursteilnehmer wirklich vor sich zu haben.“ Aber die Arbeit macht ihm Spaß und – wie viele Tanzschulen in der Region – will auch Ströh das neue digitale Angebot zukünftig beibehalten. Am Ende dieser Woche kommen auf der Homepage weitere Video-Kurse zum Mitmachen hinzu.

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Yoga-Stunde im Wohnzimmer

Die Yoga- und Pilates-Trainerin Dawn Ullmann aus Hannover kann gerade keine Kurse im Fitnessstudio geben, denn die sind ja alle geschlossen. Deswegen bringt sie ihre Yoga-Stunden in die Wohnzimmer. Per Konferenz-Schaltung wird so zusammen mit den anderen Kursteilnehmern und doch ohne Kontakt trainiert. Bis sich wieder alle in Gruppen treffen können, sind Kurse im eigenen Wohnzimmer eine gute Chance fit zu bleiben.

Yoga vor dem iPad. Fitnessstudios, Trainer und Influencer bieten im Netz viele kostenfreie Videos, um sich zu Hause sportlich zu betätigen. Foto: SAT.1 REGIONAL

Wer die sportliche Betätigung in den Alltag integrieren will, der ist bei Morning Coach Ben richtig. Er zeigt auf seinem Instagram-Profil viele Übungen, die man locker während des Zähneputzens oder Kartoffelschälens ausführen kann. Außerdem legt er viel Wert auf eine tägliche Morgenroutine, die gerade in Zeiten der häuslichen Isolation nicht zu unterschätzen ist.

3. Podcasts und Hörbücher

Keine Lust zu lesen, aber ein bisschen Berieselung nebenbei wäre schon schön? Den Fernseher mag man nach ein paar Tagen Quarantäne auch nicht mehr anmachen – außer natürlich um sich bei 17:30 SAT.1 REGIONAL täglich aus der Region updaten zu lassen! Wie wäre es alternativ mit einem Hörbuch? Jetzt hat man sogar die nötige Zeit für lange Schinken wie Ken Folletts  „Tore zur Welt“. Wer es lieber nordisch mag, der findet bei den Streaming Diensten auch die neusten Nord- und Ostseekrimis oder einen der Liebesromane der (Wahl-)Hamburger Kult-Autorin Ildikó von Kürthy.

Soll es doch lieber ein Podcast sein? Toby Baier schickt mit seinem „Einschlafen Podcast“ von Niedersachsen aus ganz Deutschland in das Land der Träume. Wer hier also Schwierigkeiten hat, kann sich in der Isolation ja mal im Schlafen üben.

Infos zum Coronavirus gibt es Montag bis Freitag vom Virologen Christian Drosten höchst persönlich. Spannend, informativ und auch für den Laien erklärt, bringt der Chef-Virologe der Charité mit seinem  „Coronavirus-Update“ immer mehr Licht in das Virus-Dunkel.

Von True Crime sollte man in der Zeit des Alleinseins vielleicht die Finger lassen, wer aber unbedingt will, dem sei der Zeit-Podcast „Verbrechen“ empfohlen.

4. Gehirnjogging

Wer nicht arbeiten gehen kann, sollte sein Hirn anderweitig am Laufen halten. Wie wäre es damit, mal wieder ein paar Vokabeln zu pauken? Oder vielleicht gleich eine neue Sprache zu lernen? Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um damit anzufangen.

Alternativ lassen sich die Gehirnzellen auch mit dem altbewährten Online-Kreuzworträtsel oder einem Sudoku auffrischen.

5. Mehr Kreativität in den Alltag bringen

Haben Sie bereits Ihre kreative Ader entdeckt? Schon mal etwas von Journaling gehört? Nein? – Das ist eine Art des kreativen Tagebuchschreibens, nur viel kürzer und fokussierter als seitenlange Einträge in dem geheimen Buch. Beim Journaling stellt man sich morgens und abends zwei bis drei Fragen, auf die man dann schriftlich antwortet. Zum Beispiel: Wofür bin ich dankbar? Oder: Was würde den heutigen Tag großartig machen? Mit dem Fokus auf das Positive, fällt der Start in den neuen Tag schon viel leichter.

 

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Wer gerne etwas mehr schreibt, der kann sich natürlich auch dem klassischen Tagebuch widmen. Das hilft dabei, sich besser kennenzulernen, die Zeit mit sich selbst besser „rumzukriegen“, denn soziale Kontakte schlafen während der Quarantäne oder der Kontaktsperre eben doch ein bisschen ein.

Auch malen hat eine unglaublich beruhigende Wirkung, da man sich in die Sache vertieft und schnell das Drumherum und die Zeit vergisst.

Kreativ ausleben geht aber genau so gut beim Basteln – und zwar auch ohne Kinder. Ob Corona oder nicht, Ostern findet trotzdem statt, wenn auch dieses Mal deutlich anders als sonst. Wie wäre es mit dem Bemalen von Ostereiern? Zu viel Toilettenpapier gekauft? Einfach die leeren Rollen aufbewahren, damit lassen sich super Hasen, Schmetterlinge und Co. basteln.

6. Wat mutt, dat mutt

Auch unliebsame Aufgaben können jetzt erledigt werden. Und dafür ist genau die richtige Zeit, denn im Nachhinein freut man sich umso mehr, wenn sie erledigt sind. Zu diesen Dingen zählen aufräumen, putzen, Unterlagen sortieren, sich vielleicht schon mal an die Steuererklärung für das vergangene Jahr setzen. Wenn die Quarantäne beendet ist und sich die Situation wieder entschärft hat, dann sind all die unliebsamen Dinge bereits von der To-do-Liste weggestrichen.

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Das Wichtigste bei all dem scheint aber ein routinierter Tagesablauf zu sein. Strukturieren Sie Ihren Alltag, terminieren Sie Telefonate mit den Liebsten, beginnen Sie mit einer Morgenroutine, wie Sport oder einfach das Bett zu machen und legen Sie eine Zeit fest, zu der Sie schlafen gehen. Das macht den Einstieg in das „normale Leben“ später wieder leichter.

 

Katja Senftleben/ Andrea Marie Eisele 

 

#stayhomechallenge: Wenn die Selbstbeschäftigung zur Zerreißprobe wird

 

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