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9.000 Menschen in Deutschland warten aktuell auf ein Spenderorgan. In diesem Jahr gab es bis einschließlich April aber gerade einmal 239 Transplantationen. Um dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu geben, gibt es einmal im Jahr den Tag der Organspende. In diesem Jahr findet er am 4. Juni statt.

Immer noch gibt es viele Menschen, die keinen Organspendeausweis haben. Laut Stiftung Organtransplantation scheut sich noch immer mehr als die Hälfte der Deutschen davor, Organe zu spenden. Was können wir tun, um mehr Menschen zur Organspende zu bewegen? Darüber hat SAT.1 REGIONAL mit Bärbel Fangmann, Bremens Regionalgruppenleiterin des Bundes der Organtransplantierten, gesprochen.

Wer kann überhaupt Organe spenden?

Fast jeder kann Organe spenden, es gibt keine Altersgrenze. Nur Menschen, die HIV-infiziert, an Aids erkrankt sind oder bösartige Tumore haben, eignen sich nicht als Spender:in. Es ist nicht erforderlich, sich ärztlich untersuchen zu lassen, wenn man nach seinem Tod Organe oder Gewebe spenden möchte.

Wann kommt es zur Organspende?

Erst nach dem festgestellten Hirntod können Organe entnommen werden. Hirntod bedeutet, dass alle Teile des Gehirns in ihrer Substanz zerstört sind. Damit sind auch alle Funktionen, wie zum Beispiel die eigene Atmung, unwiederbringlich verloren. Ein Weg zurück ins Leben ist ausgeschlossen. Deshalb wird der Hirntod als der offizielle Tod des Menschen angesehen.

Wer entscheidet, ob der Hirntod wirklich eingetreten ist?

Bei einem Organspendenden müssen zwei qualifizierte Ärztinnen oder Ärzte den Hirntod feststellen. Sie müssen die Untersuchung unabhängig voneinander durchführen und das Ergebnis ihrer Untersuchung schriftlich dokumentieren. Die Ärztinnen oder Ärzte sind an keinerlei Weisungen gebunden und weder an der Organentnahme oder der Transplantation beteiligt.

Ich möchte Organspender:in werden. Was muss ich dafür tun?

In Deutschland gibt es kein Gewebespenderegister. Ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende wird an keiner Stelle gespeichert. Deshalb sollte man einen Organspendeausweis haben und diesen immer bei sich tragen.

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