Studie: Jugendliche fühlen sich in Corona-Krise zu wenig beachtet

Jugendliche fühlen sich in der Corona-Krise einer neuen Studie zufolge zu wenig beachtet und in ihren Sorgen zu wenig wahrgenommen. Fast die Hälfte der Befragten bezweifelt, dass ihre Sorgen gehört werden, wie die bundesweite Studie „JuCo“ der Universität Frankfurt und der Universität Hildesheim ergab. Die Lage sei paradox: Einerseits seien Schulen seit Wochen geschlossen und der vertraute Alltag von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Andererseits hätten Jugendliche den Eindruck, ausschließlich als Schülerinnen und Schüler wahrgenommen zu werden. Zu politischen Entscheidungen fühlten sie sich nicht gehört.

Mehr als 6.000 Teilnehmer

Insgesamt beteiligten sich nach Forscherangaben mehr als 6.000 Personen. Über 5.100 Online-Fragebögen von Menschen zwischen 15 und 30 Jahren wurden ausgewertet. Die meisten von ihnen sind zwischen 15 und 21 Jahre alt. Die „JuCo“-Studie ist ein Ergebnis des Forschungsverbunds „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“, der aus dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim und dem Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Universität Frankfurt in Kooperation mit der Universität Bielefeld besteht.

Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim

mit dpa

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