Streik bei Ryanair: 24 Stunden lang geht beim Billigflieger nichts mehr. Rund 42.000 Passagiere in Deutschland sind davon betroffen. Zwölf Verbindungen von und nach Bremen fallen aus. Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert mehr Gehalt und fairere Arbeitszeiten. Bisher ohne Erfolg. Der Jahreslohn bei Ryanair liegt bei rund 85.000 Euro, bei der Lufthansa beispielsweise sind es bis zu 225.000 Euro. Der Zorn der Mitarbeiter mündet im Streik. Dennoch haben Passagiere ein Recht auf Entschädigung.

Haben Sie einen Ryanair-Flug gebucht, der wegen des Streiks ausfällt?

Die Verbraucherzentrale sagt Ihnen, was Sie jetzt tun können!

1. Sie können bei der Airline auf eine anderweitige Beförderung drängen, zum Beispiel einen Ersatzflug. Dieser steht Ihnen nach Artikel 8 der Fluggastrechteverordnung zu. Die Fluggesellschaft muss Ihnen das im Rahmen ihrer Möglichkeiten anbieten.

2. Sie können den Flug stornieren und fordern, dass Ihnen das Geld innerhalb von sieben Tagen zurückgezahlt wird. Sie könnten sich dann selbst um einen anderen Flug oder eine Zugfahrt kümmern. Doch Achtung: Das probieren bei einem großflächigen Streik womöglich viele Reisende für die betroffenen Verbindungen.

3. Wenn Ihr Ryanair-Flug Teil einer Pauschalreise ist, ist die Situation eindeutig. Dann wenden Sie sich statt an Ryanair an Ihren Reiseveranstalter und drängen Sie auf eine Lösung mit einer anderen Airline, Zügen oder späteren Ryanair-Flügen!

4. Bei Ärger kann eine Schlichtungsstelle helfen. Wenn Sie sich mit Fluglinien wie Ryanair über Verspätungen oder Ausfälle nicht einig werden, können Sie die zuständige Schlichtungsstelle einschalten. Ein entsprechendes Online-Formular gibt es bei der Verbraucherzentrale.

> Das rät Ihnen die Verbraucherzentrale wegen des Ryanair-Streiks außerdem!

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