Shitstorm wegen „Indianer“-Kostüm: Annemarie Carpendale erhält heftige Kritik für Karnevalsfoto

Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Karneval in diesem Jahr ausgefallen. Vielerorts wurde trotzdem gefeiert – mit Verkleidung und in ganz kleinem Rahmen. So auch bei Familie Carpendale. Annemarie veröffentlichte auf Instagram ein Foto von der kleinen Familie. Auf dem Bild sind ihr Mann Wayne als Hippie, Sohn Mads als Pirat und sie selbst als „Indianerin“ zu sehen. Offenbar war der gebürtigen Hannoveranerin nicht klar, was sie mit diesem Foto auslösen würde.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Annemarie Carpendale (@annie_carpendale)

Nach einigen positiven Kommentaren hagelte es heftige Kritik für diesen Post. Eine Userin schrieb: „Ein ganz normaler Montag, an dem Deutsche einfach nicht verstehen wollen, warum sie sich nicht als indigenes Volk verkleiden dürfen. Bitte verbringt doch den restlichen Abend damit, euch darüber zu informieren, wieso es rassistisch ist, sich als Indigene zu verkleiden“. Eine andere Userin schrieb: „Wie kann man sich in der heutigen Zeit noch so verkleiden? Rassistische Kostüme gehen garnicht. Was ist los bei dir?“.

Ihr Ehemann Wayne äußerte sich schließlich auch zu dem Aufschrei, den das Kostüm der 43-jährigen Moderatorin auslöste. „Meine Lieben, ich danke euch für die Diskussion und beende sie nun hiermit, weil zum einen zu diesem Post jetzt alles gesagt scheint und ich zum anderen eine Diskussion, die ich anzettele auch „mitführen“ will, aber so langsam auch mal ins Bett gehen möchte. Ich hab heute Abend viel gelernt… Von all dem positiven Feedback und auch den Gegenmeinungen – und dafür sind Diskussionen gut und wichtig. Lasst uns niemals aufhören zu diskutieren und lasst uns vor allem auch andere Meinungen ertragen… Leider schlägt das in den sozialen Medien allzu schnell in Hate um. Hass wird nicht durch Gegenhass ausradiert, sondern durch ein Miteinander. Und dafür werde ich auf dieser Seite nicht müde zu kämpfen. Good Night.“

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Wayne Carpendale (@wayne_interessiert_s)

Diskussion um diskriminierende Verkleidungen nicht neu

Die Diskussion um diskriminierende Verkleidungen gerade zum Karneval ist alles andere als neu. Vor zwei Jahren empfahl eine Hamburger Kita den Eltern, ihre Kinder nicht als Indianer, Cowboy oder Scheich verkleidet zum Karneval zu schicken. Aus Respekt vor anderen Bevölkerungsgruppen solle auf solche Verkleidungen verzichtet werden. Schon damals gab es einen Aufschrei von Eltern, die diese Empfehlung als Verbot wahrnahmen und keine Einsicht zeigten.

 

Sascha Neue

Copy LinkCopy LinkShare on MessengerShare on Messenger
Zur Startseite