Serie von Raubüberfällen: Teenager-Gang vorläufig festgenommen

Nach einer Serie von Straßenrauben rund um den Bereich der Binnenalster in Hamburg hat die Polizei am vergangenen Donnerstag vier Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren vorläufig festgenommen. Ein fünfter Tatverdächtiger, der 15 Jahre alt ist, konnte zwischenzeitlich ebenfalls identifiziert werden, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Die Teenager stehen im Verdacht, in sieben Fällen von Mitte bis Ende Januar jeweils in den frühen Abendstunden insgesamt zwölf andere Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren überfallen zu haben. Dabei umstellten sie ihre späteren Opfer, durchsuchten diese und ließen sich Wertgegenstände wie Bargeld, Handys oder Kopfhörer aushändigen. Sie sollen laut Polizei die Geschädigten massiv eingeschüchtert und mit dem Einsatz von Messern gedroht haben, die dann zum Teil auch vorgezeigt wurden. Anschließend konnten die Täter flüchten.

Zivilfahnder legten sich am vergangenen Donnerstag allerdings auf die Lauer und konnten vier der fünf Tatverdächtigen im Bereich der Europa Passage vorläufig festnehmen. Die Personengruppe konnte durch einen Geschädigten wiedererkannt werden. Einem 15-Jährigen gelang zunächst die Flucht, aber auch er konnte inzwischen identifiziert werden.

Der 14-jährige und damit jüngste Täter leistete bei seiner Festnahme Widerstand und versuchte, durch wiederholtes lautes Schreien, er sei noch ein Kind, umstehende Passanten auf die Situation aufmerksam zu machen. Diese Bemühungen scheiterten allerdings. Bei der Durchsuchung der Tatverdächtigen stellten die Beamten mutmaßliche Tatmittel wie Messer und Tierabwehrspray sowie weitere Beweismittel, unter anderem auch Teile der Beute, sicher. Die Jugendlichen wurden mangels Haftgründen wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

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