Schnee und Glätte auf Norddeutschlands Straßen

Ein Polizeifahrzeug sperrt auf der Autobahn 1 bei Stapelfeld (Schleswig-Holstein) die vereiste Autobahn für den Verkehr. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

Autofahrer in Norddeutschland müssen sich am Freitagmorgen auf glatte Straßen einstellen. Im Raum Lübeck kam es seit Mitternacht zu mindestens sechs glättebedingten Unfällen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Eine Autofahrerin kam auf der Autobahn 20 von der Straße ab und landete in einem Graben. Das Fahrzeug musste mit einem Kran geborgen werden. Verletzte gab es nicht. «Es ist ja wirklich spiegelglatt. Dafür hält sich die Zahl der Unfälle echt noch in Grenzen», sagte der Sprecher.Auch in Hamburg gab es ab Mitternacht aufgrund der Glätte drei Unfälle. Es blieb laut Polizei jedoch bei Blechschäden. Die Feuerwehr versorgte nach eigenen Angaben elf Unfälle in Hamburg, bei denen Fußgänger und Radfahrer wegen der Glätte ausrutschten. Zur Schwere der Verletzungen gab es zunächst keine Angaben.

Der Winterdienst der Stadtreinigung war in Hamburg nach eigenen Angaben mit 110 Streufahrzeugen ab 2.00 Uhr im Einsatz, um unter anderem die Hauptverkehrsstraßen zu sichern. 400 weitere Einsatzkräfte kümmerten sich zusätzlich um Radwege, Überwege und Bushaltestellen.

Auch Niedersachsens Autofahrer müssen sich am Freitagmorgen auf glatte Straßen einstellen. Bereits seit Donnerstagabend kam es zu einigen glättebedingten Unfällen. Besonders schwer traf es eine 22 Jahre alte Autofahrerin in Bösel im Landkreis Cloppenburg, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Die junge Frau war am späten Donnerstagabend auf der Hauptstraße unterwegs, als sie frontal mit dem Wagen eines 28-Jährigen zusammenstieß. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Der 28-Jährige wurde leicht verletzt. Sein 25 Jahre alter Beifahrer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. Die Glätte habe aber eine Rolle gespielt, wie der Sprecher weiter sagte.

In der Umgebung von Oldenburg kam es in der Nacht zum Freitag zu sieben Unfällen, die auf Glätte zurückzuführen waren. Die Autobahn 29 musste nach Polizeiangaben am Donnerstagabend zwischen dem Autobahnkreuz Wilhelmshaven und der Anschlussstelle Sande zeitweise gesperrt werden. Hier war ein 28-Jähriger mit seinem Auto ins Schleudern geraten und gegen eine Schutzplanke geprallt. Verletzt wurde er dabei nicht.

Auch im Landkreis Lüneburg und im Raum Osnabrück kam es zu einigen glättebedingten Unfällen. Hier blieb es nach Angaben der Polizei jedoch bei Blechschäden. In Barsinghausen bei Hannover kam zudem ein Autofahrer wegen der Glätte von der Straße ab und landete in einem Graben. Er blieb unverletzt.

dpa

> Mitteilung der Polizei Oldenburg

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