Schleswig-Holstein fährt Kitas und Schulen schneller wieder hoch als geplant

Schleswig-Holstein fährt die Kita-Betreuung und den Schulunterricht etwas schneller hoch als geplant. Foto: Pixabay/Archiv

Mehr Kita-Betreuung, mehr Schulunterricht: Schleswig-Holstein fährt diese Bildungsbereiche angesichts der wenigen Corona-Neuinfizierten im Norden im Juni weiter hoch. Der Regelbetrieb an den Kitas soll spätestens am 29. Juni erfolgen, bei den Schulen am 10. August.

Schleswig-Holstein reagiert auf günstige Entwicklung in der Corona-Krise und fährt die Kita-Betreuung und den Schulunterricht etwas schneller hoch als geplant. Das kündigten Ministerpräsident Daniel Günther, Bildungsministerin Karin Prien (beide CDU) und Familienminister Heiner Garg (FDP) am Mittwoch in Kiel an. Sie verwiesen auf die minimale Viruszirkulation, die die Lockerungen verantwortbar mache. Viele Familien hätten darauf gewartet.

Hier alle Details für Schülerinnen und Schüler:

• Alle Grundschüler in Schleswig-Holstein sollen vom 8. Juni an wieder eine tägliche Beschulung im Klassenverband erhalten. Dabei werden die Abstandsregeln nicht mehr gelten, wie Prien sagte. Die Hygieneregeln sollen aber sorgsam beachtet werden.

• In der letzten Woche vor den Sommerferien, die am 29. Juni in Schleswig-Holstein beginnen, sollen alle Schüler aller Schulen tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen. Dies bedeute aber nicht, dass alle Schüler zur gleichen Zeit in der Schule sein werden, sagte Prien. Eine Regelbetrieb finde nicht statt.

• Der Regelbetrieb an allen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am 10. August wieder starten, kündigten Prien und Günther an.

Hier alle Details für Kita-Kinder:

• Die wegen der Corona-Krise stark reduzierte Kita-Betreuung wird bereits vom 1. Juni an ein gutes Stück ausgeweitet. Die bisherige flexible Notbetreuung ende dann und es werde ein eingeschränkter Regelbetrieb starten, sagte Garg. Die Auslastung der Kitas könne dann von zuletzt etwa 30 Prozent auf rund 75 Prozent steigen.

• Die Gruppengröße wird im eingeschränkten Regelbetrieb von zuletzt 10 auf 15 Kinder erhöht. Vorgesehen ist in der neuen Phase die Vollzeitbetreuung aller Vorschulkinder und aller Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf und/oder Sprachförderbedarf. Die Betreuung aller weiteren Kinder erfolgt in festen Gruppen tage- oder wochenweise im Wechsel.

Vom 22. Juni an soll der volle Regelbetrieb unter Auflagen und abhängig der infektionsepidemiologischen Gesamtsituation ermöglicht werden. Spätestens zu Beginn der Sommerferien soll die Rückkehr in den Regelbetrieb flächendeckend erfolgt sein.

mit dpa

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