Wenn die Schützlinge von Schäfer Johann Sjuts in Ostfriesland stehen oder auf dem Bauch liegen, dann fängt der Tag gut an. Ganz anders, wenn ein Schaf alle Viere gen Himmel gestreckt hat, denn dann können die Tiere daran sterben. Sie können von ihren inneren Organen erdrückt werden. Das Problem ist die dicke Wolle. Wenn es geregnet hat und das Fell trocknet, dann juckt der Körper. Die Paarhufer wälzen sich auf dem Gras und bringen sich in eine lebensgefährliche Position. Ein kräftiger Schubs kann ihnen jedoch das Leben retten. Deshalb klärt Johann Sjuts bei jeder Gelegenheit auf – auch Urlauber sollen ruhig beherzt zupacken, wenn sie ein Tier in Not entdecken.

Über 800 Schafe wacht Johann Sjuts am Deich zwischen Greetsiel und Norddeich. Eine Fläche von 160 Hektar fährt der Schäfer morgens und abends ab. Bis zu sieben Tiere schubst er täglich zurecht und rettet ihnen somit das Leben.

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