Säugling zu Tode geschüttelt: 35-Jähriger vor Gericht

Ein 35-jähriger Mann aus Wilster im Kreis Steinburg soll im vergangenen November den zwei Monate alten Säugling seiner damaligen Lebensgefährtin misshandelt und zu Tode geschüttelt haben. Vor Gericht wies der Angeklagte am Montag die Vorwürfe zurück. Das Baby habe sich beim Trinken verschluckt, als er die Flasche bekam, und sei rot angelaufen, sagte er zum Prozessauftakt vor dem Landgericht in Itzehoe. Er habe das Kind auf seinen Oberschenkel gesetzt und ihm auf den Rücken geklopft. „Es ging alles so schnell.“ Das Kind sei dann schlaff geworden, und sein Kopf zur Seite geknickt.

Die Staatsanwaltschaft klagte den Mann wegen Totschlags an. Die Tat sei geschehen, als die Mutter außer Haus war und der Mann das Kind betreuen sollte. Das Baby wurde am 16. November schwer verletzt ins Klinikum Itzehoe gebracht, die Ärzte konnten es nicht retten. Das Kind starb vier Tage später. Für den Prozess sind nach Angaben eines Gerichtssprechers insgesamt sechs Verhandlungstage vorgesehen. Ein Urteil könnte am 27. Juni fallen.

dpa

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