Ruhiger Vatertag im ganzen Norden: Polizei zufrieden

Der als Vatertag begangene Feiertag Christi Himmelfahrt ist in Hamburg bis zum Nachmittag ereignislos geblieben. Es sei alles ruhig und es gebe keine auffälligen Gruppen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei überwacht besonders die bekannten Hotspots für Vatertags-Ausflüge wie den Stadtpark und die Ufer von Alster und Elbe. Zu nennenswerten Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen sei es jedoch nicht gekommen. In Hamburg dürfen sich bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte treffen. Auch Bootsausflüge und Hafenrundfahrten sind erlaubt, allerdings nur mit der halben Kapazität, um die Abstandsregeln einzuhalten.

Schleswig-Holstein meldet nur wenig Verstöße

Der Vatertag ist in Schleswig-Holstein nach Einschätzung der Polizei ruhig verlaufen. Nennenswerte Vorfälle mit Vatertagsbezug oder relevante Verstöße gegen die Corona-Regeln habe es aus polizeilicher Sicht im gesamten Land nicht gegeben, teilte das Landespolizeiamt am Freitag mit. So habe es im Raum Kiel nur 45 himmelfahrtsbezogene Einsätze gegeben.

Von Donnerstagmorgen bis Freitagfrüh gab es nach Polizeiangaben zwar landesweit insgesamt 1500 Polizeieinsätze. Die Zahl der Einsätze sei damit aber im durchschnittlichen Rahmen geblieben. Landesweit gab es demnach eine überschaubare Zahl an Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und die Landesverordnung.

Auch in Niedersachsen blieb alles ruhig

Inmitten der Corona-Pandemie haben die Menschen in Niedersachsen an Christi Himmelfahrt weitgehend den Infektionsschutz beherzigt. Bei sonnigem und warmem Wetter seien viele Ausflügler und Radfahrer in der Region Hannover unterwegs gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizei Hannover. Aber die Beamten hätten „erfreulich wenige Verstöße“ etwa gegen die Abstandsregeln registriert. Auch in anderen Regionen gab es nur kleine Zwischenfälle.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hatte zuvor starke Polizeipräsenz am Vatertag angekündigt. Er betonte, in diesem Jahr müsse Christi Himmelfahrt „unter völlig anderen Vorzeichen“ stattfinden, „enthemmte Bollerwagentouren“ seien nicht möglich. „Corona ist nicht vorbei. Die Gefahr ist nicht gebannt“, sagte Pistorius. Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssten nötigenfalls zurückgenommen werden, sollte die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich steigen.

Die typischen Bollerwagentouren mit Teilnehmern aus mehr als zwei Haushalten konnte es nach der landesweiten Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht wie üblich geben. Demnach muss in der Öffentlichkeit – soweit möglich – ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden, ausgenommen sind nur Menschen aus dem eigenen oder einem weiteren Haushalt.

Bollerwagentour Foto: Beispielbild/ Pixabay

In der Innenstadt von Hannover habe eine „große Gruppe“ von Menschen die Abstandsregeln missachtet, in zwölf Fällen habe es Ordnungswidrigkeitsanzeigen gegeben, sagte die Polizeisprecherin. Aber im Raum Burgdorf und Wedemark sei „kein einziger Bollerwagen“ gesehen worden, in Hannover vereinzelt – und dann seien es Familien mit Kindern gewesen. „Sehr viele Menschen“ seien im Raum Steinhude und am Steinhuder Meer unterwegs, es sei „sehr voll“ – die Polizei empfehle daher auf digitalen Anzeigen, Steinhude zu meiden. Zwischenfälle habe es aber nicht gegeben.

In Lüneburg seien Sonderstreifen unterwegs gewesen, vereinzelt habe es Einsätze gegeben, sagte ein Polizeisprecher. In Braunschweig habe es ein Gespräch mit einer Gruppe von Vatertags-Ausflüglern gegeben, diese seien aber einsichtig gewesen, sagte der Sprecher. „Keine Hinweise auf Verstöße gegen die Corona-Regelungen“ meldete die Polizei in Oldenburg. Ein Sprecher der Polizei Göttingen sagte: „Bislang ist alles friedlich“.

mit dpa

Copy LinkCopy LinkShare on MessengerShare on Messenger
Zur Startseite