Rotarier aus der ganzen Welt treffen sich in Hamburg

Das Logo der Wohltätigkeitsorganisation Rotary International. Foto: Patrick Seeger/Archivbild

Hamburg wird zur Welthauptstadt der Rotarier: Von Samstag an treffen sich in Hamburg etwa 25 000 Menschen aus 170 Ländern, die vor allem ein Ziel vor Augen haben: die Lebensqualität benachteiligter Menschen zu verbessern. Als Gast hat sich unter anderem auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) beim Jahreskongress der internationalen Rotary-Clubs angekündigt.

Etwa 35 000 Wohltätigkeitsclubs mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern gibt es weltweit. In Deutschland sind es etwa 1100 Clubs mit rund 56 000 Mitgliedern, die meist Führungskräfte sind. Ein Teil dieser weltweit aktiven Mitglieder trifft sich nun für fünf Tage in Hamburg. Dabei wollen sie besprechen, wie sie ihr Wissen und ihr Netzwerk noch effektiver nutzen können, um anderen zu helfen.

Die Weltkongresse der Rotarier finden jährlich statt. «Die Tage der Convention sind die Zeit des intensiven gegenseitigen Austausches. Die Rotarier lassen sich inspirieren, ja begeistern für ihre Arbeit in den Clubs. Sie bekommen zum Beispiel Tipps, wie man Spenden sammelt. Oder sie können sich mit anderen für Projekt-Kooperationen verbinden», sagte Andreas von Möller, Gastgeber und Initiator der Convention, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb sind während des Treffens nicht nur mehr als 100 Workshops zu dem Thema geplant. Es sprechen auch hochrangige Vertreter von Unternehmen, die ihr Engagement und ihre Strategien genauer vorstellen.

Weltweit haben die Mitglieder der Organisation hunderte Projekte auf die Beine gestellt. Das wichtigste und bekannteste ist der Kampf gegen die Kinderlähmung. Die Rotary-Clubs wollen die Krankheit weltweit ausrotten.

Doch auch im Kleinen sind die Rotarier aktiv. In Hamburg schmieren die Clubmitglieder beispielsweise auch mal Brötchen für ein Obdachlosenfrühstück. In Amsterdam steigen Rotarier in die Kanäle und sammeln dort Plastik aus dem Wasser und die Jugendgruppe des deutschen Rotary-Clubs hat schon rund 500 Bienenhotels gebaut und aufgestellt. Mehr als 200 Rotary-Projekte werden auf dem Gelände der Hamburger Messe im «Haus der Freundschaft» in einer Ausstellung gezeigt.

Den Rotary-Club gibt es seit 1905. Er wurde in Chicago (USA) gegründet, um denen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können, wie die Organisation sagt. Die deutsche Version nahm 1927 in Hamburg ihren Anfang.

dpa

Rotary International Convention

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