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Viele Schleswig-Holsteiner haben diesen Termin sehnlichst erwartet: Am heutigen Donnerstag hat die Landesregierung in Kiel einen Fahrplan für weitere Corona-Lockerungen verkündet. Hier die Details:

Kontaktverbot wird gelockert

Zwar werden die Kontaktbeschränkungen grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert, doch ab diesem Samstag (9. Mai) mit einer ersten Lockerung im nördlichsten Bundesland: Dann ist es erlaubt, dass sich auch Personen zweier Hausstände wieder treffen können. Das gilt in der Öffentlichkeit wie im privaten Raum.

Hotels und Gastronomie

Das Beherbergungsverbot für Ferienwohnungen, Hotels, Häuser, Apartments und Wohnanlagen wird unter Auflagen ab dem 18. Mai aufgehoben, auch die Wohnmobilstellplätze können dann wieder geöffnet werden. Für die Gastronomie gibt es keine Kapazitätsgrenzen, die Betriebe müssten aber für die Einhaltung der Abstandsregeln sorgen und um 22 Uhr schließen.

Kultur und Events

Veranstaltungen „mit Sitzcharakter“ mit bis zu 50 Personen sind in Schleswig-Holstein ab 18. Mai unter Auflagen möglich. Es müsse dabei aber klar sein, „wer ist da, wer sitzt auf seinem Platz“, so Ministerpräsident Daniel Günther. Der eingeschränkte Probenbetrieb in Theatern wird unter Auflagen zulässig sein. Auch Kinos dürfen ab dem 18. Mai wieder öffnen. Gleiches gelte für die Spielhallen, so CDU-Fraktionschef Tobias Koch. Für beide gelten aber deutlich reduzierte Besucherzahlen und die üblichen 1,5 Meter Mindestabstand. Die Betreiber müssen zudem ein Hygienekonzept vorlegen.

Indoor-Sport und Fitnessstudios

Ab dem 18. Mai ist unter Auflagen wieder Indoor-Sport möglich. Dann könnten also auch Fitnessstudios wieder öffnen. Seit dem 4. Mai waren bereits kontaktfreie Outdoor-Sportaktivitäten wieder erlaubt.

Kindergärten und Kindertagesstätten

In mehreren Stufen fährt das Land die Kinderbetreuung hoch. Ab 18. Mai sollen in den Kitas Gruppen mit bis zu zehn Kindern möglich sein. Dies bedeute eine Auslastung von 30 Prozent, sagte Günther. Ab dem 1. Juni gingen die Einrichtungen dann wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb. Dann sei in eingeschränktem Maße eine Betreuung für alle Kinder möglich. Dies komme einer Auslastung von 55 Prozent gleich. Seit dem 16. März galt für die Kitas im Norden grundsätzlich ein Betretungsverbot. In Kindertagesstätten und Krippen fand seitdem höchstens eine Notbetreuung statt.

Unis und Hochschulen

Die Öffnung von Bildungseinrichtungen in Teilen und unter Auflagen wird ab dem 18. Mai wieder erlaubt. Kleine Präsenzveranstaltungen in Hochschulen werden wieder möglich sein und die Öffnung von Mensen in Hochschulen wird unter Auflagen gestattet.

Tourismus und Einreise nach Schleswig-Holstein

Der Tourismus war in Schleswig-Holstein seit Mitte März praktisch auf Null runtergefahren. Bereits seit Montag können Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper wieder in den Norden kommen. Das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke wird ab dem 18. Mai aufgehoben – den Kreisen wird damit die Möglichkeit gegeben, bei Bedarf eigene Regelungen umzusetzen. Man darf dann auch wieder auf Inseln und Halligen fahren.

Fahrschulen dürfen wieder loslegen

Fahrschulen können ab dem 18. Mai wieder den Betrieb aufnehmen, wenn sie Konzepte für Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

Abstandsregeln und Hygienevorschriften nicht vernachlässigen

Daniel Günther betonte, „es ist für uns nicht an der Zeit, unvernünftig zu sein“. Die Abstandsregeln und Hygienevorschriften müssten eingehalten werden. Es sei durch die Lockerungen mit einer steigenden Zahl von Infektionen zu rechnen. „Das wird Realität sein.“ Deshalb gehe die Regierung „mit Augenmaß“ vor und werde dabei berücksichtigen, dass genügend medizinische Kapazitäten bereitstünden.

Auch Gesundheitsminister Heiner Garg sagte: „Gerade jetzt kommt es weiterhin darauf an, dass wir Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen einhalten. Nur dann kann der Weg der Lockerung weiter gelingen. Das Leben mit dem Virus mit so viel Freiheit wie möglich und nur so vielen Beschränkungen wie nötig ist und bleibt eine gemeinsame Herausforderung für uns alle.“

mit Informationen der dpa

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus in Schleswig-Holstein

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