Reeperbahn: Musikclubs nach neuen Corona-Lockerungen weiter in der Krise

Die bekannteste Seitenstraße der Reeperbahn ist die Große Freiheit. Foto: Pixabay

Die angekündigten Corona-Lockerungen helfen den Musikclubs auf der Reeperbahn kaum. „Ich werde den Abstand meiner Gäste nicht organisieren. Das wäre so, als würde ich den Untergang meiner Leidenschaft organisieren“, sagte Mitja Boettger-Soller, Geschäftsführer der „Großen Freiheit 36“, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. „Stellen sie sich vor, der Security geht rum und sagt: „auseinander, nicht küssen! „Körperliche Aktivitäten“, wie das niedersächsische Oberlandesgericht die Liebe bezeichnet, werden anscheinend gerade abgeschafft“, meinte Boettger-Soller.

Mit Alkoholausschank sind 50 Teilnehmer erlaubt

Der Hamburger Senat hatte am Dienstag grünes Licht für Veranstaltungen mit bis zu 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen gegeben – aber nur mit Sitzplätzen und ohne Alkoholausschank. Ohne Sitzplätze sind in geschlossenen Räumen Veranstaltungen mit 100 Teilnehmern erlaubt, mit Alkoholausschank reduziert sich die Zahl auf 50 Teilnehmer.

Konzerthäuser finanzieren sich größtenteils durch Tresenumsätze

„Für 650 Tickets geht kaum eine internationale Musikproduktion auf Tour“, meinte Boettger-Soller. Viele Konzerthäuser finanzierten sich größtenteils durch die Tresenumsätze. „Die Leute werden wohl kaum alle fünf Cola trinken. Die Musikkultur bricht zusammen“, meinte Boettger-Soller. Die „Große Freiheit 36“ hat Platz für rund 1600 Menschen. In dem Kultclub auf der Reeperbahn spielten schon Größen wie R.E.M., Pearl Jam oder Coldplay.

Mit dpa

> Große Freiheit 36

Neue-Corona Lockerungen: Das wird jetzt in Hamburg wieder möglich

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