Der Mars ist gerade einmal halb so groß wie die Erde und fasziniert die Menschheit seit Jahrzehnten. Am Montag ist „InSight“, eine Raumsonde der NASA, nach einem halben Jahr Reise durch das Weltall und knapp 500 Millionen zurückgelegten Kilometern auf dem Mars gelandet. Die in Bremen gebaute Maschine soll sich fünf Meter tief in die rote Erde buddeln und dort die Temperatur des Mars messen. Es ist das tiefste Loch, welches Menschen jemals außerhalb der Erde gebohrt haben.

Die Hardware ist der „HP3“ oder auch liebevoll „Marsmaulwurf“ genannt. Die ersten Bilder von der Marsoberfläche hat die Sonde schon gesendet. Doch das eigentliche Ziel der 650 Millionen Euro Mission ist das Innere des Mars zu erforschen. Deshalb ist auch ein Seismometer an Bord, das im Max-Planck-Institut in Göttingen mitentwickelt wurde und Marsbeben aufzeichnen soll, die Aufschluss über die Konsistenz des Planeteninneren geben können.

In den kommenden Wochen wird die Sonde nun die Umgebung fotografieren, um die besten Abstellplätze für Seismometer und Maulwurf zu finden. Anfang Januar werden die Geräte dann erst abgesetzt. Drei Monate lang wird HP3 sich dann in die Marserde buddeln. Die dabei gewonnenen Daten sollen bis zum Sommer 2019 ausgewertet werden.

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