Proteste der Veranstaltungsbranche: Das war die „Night of Light“ in Norddeutschland

Eine Branche sieht rot. Mit einer bundesweiten Aktion machen Veranstalter erneut auf die dramatische Lage der Event-Branche während der Corona-Pandemie aufmerksam – und zwar indem sie Gebäude und Bauwerke rot beleuchten. Daher erstrahlten am Montagabend zahlreiche Bauwerke in ganz Deutschland in dem Licht. Und auch in Norddeutschland haben sich viele Unternehmer der Aktion angeschlossen.

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Veranstaltungsbrache in der Not

Ob Eventagenturen, DJs, Hochzeitsplaner und PR-Experten – sie alle wollen darauf aufmerksam machen, wie prekär ihre Situation durch Corona ist. Durch das Verbot der Großveranstaltungen ist die Branche in extreme Not geraten. Denn die Veranstaltungswirtschaft stehe auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen, so die Veranstalter der bundesweiten Aktion.

Ein Hilferuf eines ganzen Wirtschaftszweiges, der vom Unternehmer Tom Koparek aus Essen initiiert wurde. Er prognostiziert in seiner Pressemitteilung zu der Aktion, dass die Veranstaltungwirtschaft die nächsten 100 Tage nicht überleben werde. „Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich.“, führt Koparek aus.

Unterschiedliche Anordnungen und Lockerungen

Auch in Hamburg setzten viele Akteure ihr Zeichen in der HafenCity:
Reihe 1: v.l.n.r. Lars Brinkmann (Eventausstatter), Tim Petersen PR-Agentur Petersen Relations, Nadine Hahn, Location Hanse Gate,(Business Events Hamburg)
Reihe 2: v.l.n.r. Marco Schröder, Caterer (Gazoni Catering), Alicja Lisiak, Hair- Makeup Artist, Martin Doose, Kapitän Eventschiff „Grosser Michel“
Reihe 3: v.l.n.r. Fabian Erdmann, Eventplanung (Le Carrousel) Louisa Burmeister und Ashley Wick, Cocktail-Caterer (Flying Bar Crew), Merlin Grüttner, DJ und Thorben Korn Akkordeon-Spieler (Nord – Licht- Tones)
Foto: Petersen Relations

Den Hamburger Cocktail-Caterer Ashley Wick von der Flying Bar Crew stören auch die unterschiedlichen Linien die im Norden gefahren werden: „Unsere Kunden aus Hamburg sind teilweise irritiert, dass kleine Veranstaltungen mit bis zu 10 Personen in Hamburg noch nicht erlaubt sind. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen wäre dies aber schon möglich.“ Auch Ashley Wick und seine Geschäftspartnerin Louisa Burmeister waren mit von der Partie und zeigen sich optimistisch: „Wir sind froh, dass wir gestern gemeinsam ein Zeichen gesetzt haben und waren zum Glück nicht alleine in Hamburg. Es ist schön zu sehen, dass die Branche Flagge gezeigt hat!“

Auch Alicja Lisiak, die als Hair- und Make-up-Artist selbständig ist, erklärt: „Dieses Jahr wird für uns eine echte Herausforderung! Alle Hochzeiten, Red Carpets oder auch TV-Drehs wurden abgesagt bzw. verschoben, somit habe ich auch weiterhin fast keine Einnahmen.“

 

Die Forderung: Ein Dialog mit der Politik

Anlässlich des Events bauten alle an der Aktion Beteiligten gemeinsam und gleichzeitig ein riesiges Licht-Monument. Hierzu wurden in allen Städten, in denen diese  Unternehmen ihren Sitz haben, in der Nacht vom 22. auf den 23.06.2020 Event-Locations und Spielstätten sowie ausgewählte Gebäude und Bauwerke rot illuminiert. Mit dem Appell wollen die Teilnehmer den Dialog mit der Politik anstoßen, um eine Insolvenzwelle zu verhindern.

Das war die „Night of Light“ in Norddeutschland

In Bad Oldesloe wurden auch kreative Elemente genutzt, um das rote Licht nochmal hervorzuheben.

 

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Auch die Stadt Bremen wollte an diesem Abend ein Zeichen setzen.

Die Hamburger Kulisse erstrahlte am Montagabend in dem roten Licht.

Die Stadt Weyhe erstrahlte in rot und das an insgesamt sechs Gebäuden.

Die Aktion hat auch in Schleswig-Holstein viele Akteure der Branche mitgerissen.

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