Nach Genickbruch von Pferd bei Galopp-Derby: Vorfall soll untersucht werden

Idee 150. Deutsches Derby 2019, Seejagdrennen. Das Pferd Captain von Trappe mit Reiter Miguel Lopez vor dem Rennen im See Foto © picture alliance / nordphoto

Nach dem Tod des Wallachs Captain Von Trappe bei der Galopp-Rennwoche in Hamburg-Horn hat Eugen Andreas Wahler eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. „Wir werden aufarbeiten, wie es dazu kommen konnte“, sagte der Präsident des Hamburger Renn-Clubs am Donnerstag. Captain Von Trappe war am Vorabend beim Seejagdrennen schwer verunglückt und hatte sich dabei einen Genickbruch zugezogen.

Der zehn Jahre alte Wallach wurde als einer von zwei Teilnehmern im See, der zu schnell angesteuert wurde, reiterlos. Danach galoppierte er noch mehrere hundert Meter im Feld mit und übersprang im Anschluss die Begrenzung der Bahn. Dabei zog er sich die schweren Verletzungen zu und konnte von den Tierärzten nicht mehr gerettet werden.

Deutschlands größte Tierrechtsorganisation PETA übte nach dem siebten Rennbahntod eines Pferdes in diesem Jahr in Deutschland erneut heftige Kritik. „Es ist verabscheuungswürdig, wie die Pferde in Hamburg als Sportgeräte missbraucht werden. Für Prestige und Profit wird der Tod eines Tieres billigend in Kauf genommen“, monierte PETA-Fachreferentin Jana Hoger. Und forderte: „Es wird höchste Zeit, dieser skrupellosen Branche endlich einen Riegel vorzuschieben und die Tierquälerei auf deutschen Pferderennbahnen zu verbieten.“

Wahler relativierte trotz des „traurigen Vorfalls“ die Kritik. „Bei uns im Land ist die Angst vor Unfällen immer groß“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. Und ergänzte: „Dann heißt es, dass die Pferde überbeansprucht werden. Aber das ist Unsinn, wenn die Tiere gut vorbereitet werden.“ Und wie immer im Sport sei das Risiko für Unfälle nie auszuschließen, fügte Wahler hinzu.

dpa

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