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Auch in Hamburg entsteht ein riesiges Impfzentrum. In den Messehallen könnten von Mitte Dezember an bis zu 7.000 Menschen pro Tag den ersten Impfstoff erhalten. Sobald er zugelassen ist und bereit steht, geht es los. Bürgermeister Peter Tschentscher und die Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard waren am Donnerstag vor Ort, um sich ein Bild vom Stand des Aufbaus zu machen.

Für wen die Impfungen zuerst bereitstehen, ist bundeseinheitlich gesetzlich geregelt und richtet sich nach den Empfehlungen der unabhängigen Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut. Diese wird konkretisierte Empfehlungen zu der genauen Priorisierung vorlegen.

Phase I

Zunächst werden nur wenige Impfstoff-Anwendungsdosen zur Verfügung stehen. Dies macht eine gezielte, stark priorisierte Verimpfung erforderlich. Impfungen erfolgen in der ersten Phase auf drei Durchführungswegen: zentral in den Messehallen; durch mobile Teams, sofern ein transportfähiger Impfstoff bereitsteht, bspw. für Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen; daneben kommt gegebenenfalls für Personal, welches in medizinischen Einrichtungen tätig ist, eine Durchführung der Schutzimpfung am Tätigkeitsort in Betracht.

Phase II

Erst wenn ausreichend Impfstoffe und verschiedene Impfstofftypen verfügbar sind, ist in Phase II eine großflächige Verimpfung möglich. Sobald es die Rahmenbedingungen erlauben und ausreichende Impfstoffmengen mit geeigneten Lagerungskonditionen zur Verfügung stehen, wird angestrebt, die Impfstoffverteilung in das Regelversorgungssystem (medizinische Einrichtungen, niedergelassenen Ärzte) übergehen zu lassen. Ein Zeitpunkt für den Beginn dieser Phase kann derzeit noch nicht abgesehen werden und ist von der weiteren Impfstoffentwicklung abhängig.

Anmeldeverfahren für das Zentrale Impfzentrum

Das genaue Anmeldeverfahren wird rechtzeitig bekanntgegeben. Die gemäß bundeseinheitlicher Regelung berechtigten Personen können sich dann auf verschiedenen Wegen anmelden; in diesem Prozess wird die Impfberechtigung geprüft werden. Ein Verfahren zur digitalen und telefonischen Terminvereinbarung ist in Vorbereitung. Voraussichtlich sind zwei Termine zur Impfung erforderlich. Impfungen ohne Anmeldung werden im Impfzentrum nicht stattfinden können. Die Feststellung der Impfberechtigung wird beim Termin erneut vorgenommen und in Abhängigkeit von der jeweilig priorisierten Personengruppe erfolgen, z. B. durch die Vorlage des Personalausweises, einer Arbeitgeberbescheinigung oder einer ärztlichen Bescheinigung.

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