Personalmangel: Hamburger Pflegekräfte protestieren mit bundesweiter Foto-Aktion

An der Foto-Aktion beteiligen sich unter anderem Pflegekräfte aus der Asklepios Klinik St. Georg, dem UKE, dem Albertinen Krankenhaus und der Asklepios Klinik Nord. Foto: Ver.di

Mit bundesweiten Foto-Aktionen wollen Pflegekräfte am Montag ihre Forderung nach der sofortigen Einführung bedarfsgerechter Personalstandards bekräftigen. Auch die Pflegekräfte aus den Hamburger Krankenhäusern beteiligen sich daran.

Anlass für die Aktion ist die am Montag stattfindende Bundestagsanhörung zum „Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung“.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die zu der Aktion aufgerufen hat, kritisiere den vorliegenden Gesetzesentwurf. Damit würde erneut keine bedarfsgerechte Personalbemessung auf den Weg gebracht. Dabei lege von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat und ver.di entwickelten PPR 2.0 seit über einem Jahr ein Instrument zur bedarfsorientierten Personalbemessung in der Krankenhauspflege vor.

Stefanie Ullmann, Gewerkschaftssekretärin ver.di Hamburg und zuständig für Krankenhäuser, erläutert: „Wegen der Pandemie sind große Kundgebungen zurzeit nicht möglich, doch wir wissen, dass unsere Forderung breit getragen wird, denn die Not wegen des Personalmangels auf den Stationen ist groß. Das weiß auch Herr Spahn, er muss jetzt handeln! Die hohe Zahl von 9000 Pflegekräften, die allein in der Zeit von Anfang April bis Ende Juli 2020 dem Beruf den Rücken gekehrt haben, macht in dramatischer Weise deutlich, dass jetzt die Zeit ist für spürbare Entlastung.“

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