Reizüberflutung: Hochsensible Kinder haben es im Alltag schwer

Thema am 14.10.2015
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Sprüche wie „Jetzt sei doch mal nicht so dünnhäutig“ oder „Leg dir einfach mal ein dickes Fell zu“ haben viele schon einmal gehört. Für hochsensible Menschen ist das jedoch mehr als eine verbale Ohrfeige. Sie reagieren stärker als der Durchschnitt auf Reize aus ihrer Umgebung. Eine Gabe, die in der schnelllebigen und reizüberfluteten Zeit für betroffene Kinder und Erwachsene immer häufiger zur Herausforderung wird.

Zu laut, zu grell, zu intensiv – schon der Gang durch die Fußgängerzone, der ganz gewöhnliche Alltag, kann für Hochsensible eine enorme Herausforderung sein. Oft führt das zu Burnout, Depression, Träumerei, oder Hyperaktivität. Vor allem in Kindergärten und Schulen greifen diese Phänomene immer häufiger um sich. Gängige Diagnosen wie ADS oder ADHS wecken bei Erziehern längst Zweifel. Die Wissenschaft öffnet sich erst langsam dem Thema Hochsensibilität. Noch gibt es keine allgemeingültige neurophysiologische Theorie. Und vor allem die konventionelle Schulmedizin tut sich schwer. Dabei scheint ein Umdenken dringend erforderlich.

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