Stadtwerke Kiel prüfen Förde auf Munitionsaltlasten

Die Sondierungen konzentrieren sich dabei auf das erweiterte Gebiet vor dem Küstenkraftwerk. (Symbolbild) Markus Scholz/dpa
Die Sondierungen konzentrieren sich dabei auf das erweiterte Gebiet vor dem Küstenkraftwerk. (Symbolbild) Markus Scholz/dpa

Kiel (dpa/lno) –

Die Stadtwerke Kiel weiten ihre Kampfmittelsondierung auf die Förde aus. Sie konzentrieren sich dabei auf das erweiterte Gebiet vor dem Küstenkraftwerk in Dietrichsdorf, wo künftig Wasser für geplante Großwärmepumpen entnommen werden soll, wie die Stadtwerke mitteilten. Ihr Ziel: Sie wollen den Meeresgrund systematisch auf Munitionsaltlasten aus dem Zweiten Weltkrieg prüfen. Zuvor liefen Untersuchungen an Land.

«Die Untersuchungen im Wasser sind der nächste Schritt auf unserem Weg zu einer klimaneutralen Fernwärmeversorgung», sagte der Vorstand für Technik und Personal bei den Stadtwerken, Jörg Teupen. «Die Großwärmepumpen werden künftig Umweltwärme aus der Förde nutzen, um unser Fernwärmewasser zu erhitzen.» Dabei sei es entscheidend, auch unter Wasser höchste Sicherheitsstandards einzuhalten.

Die Kieler Förde gilt den Angaben zufolge als historisch belastet. So wurden nach dem Zweiten Weltkrieg dort große Mengen an Munition im Meer versenkt. Bis heute befinden sich daher noch zahlreiche Altlasten auf dem Meeresboden.

© dpa-infocom, dpa:260609-930-197367/1

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