Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr: Kiel will Segel-Partner werden

Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr: Kiel will Segel-Partner werden

Kiel (dpa/lno) – Kiel hat sich als Standort für olympische Segel-Regatten bei einer möglichen Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für 2032 ins Gespräch gebracht. «Wir nennen uns Kiel Sailing City, weil wir eine Stadt sind, die das Segeln stets im Herzen trägt», zitierte das «Flensburger Tageblatt» Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Sportdezernent Gerwin Stöcken.

Zuletzt hatte Kiel als Partner von Hamburg auf den Olympia-Zuschlag gehofft. 2015 scheiterte die Initiative Hamburgs für 2024, weil sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt in einem Referendum gegen eine Bewerbung ausgesprochen hatte.

«Das tolle und zukunftsweisende Konzept für die Segelwettbewerbe aus dem Jahr 2015, mit dem wir damals Hamburg und den DOSB überzeugt hatten, liegt griffbereit in der Schublade», sagten Kämpfer und Stöcken nun dem «Flensburger Tageblatt». Kiel war bereits zweimal mit seinem Revier vor Schilksee Schauplatz olympischer Segel-Wettbewerbe: 1936 an der Seite Berlins, 1972 gemeinsam mit München. Auch Rostock mit seinem Revier vor Warnemünde hatte Interesse an der Ausrichtung olympischer Regatten für den Fall einer Rhein-Ruhr-Bewerbung gezeigt.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass die Rhein-Ruhr-Region für 2032 ins Rennen gehe, falls sich Deutschland um die Spiele bewerbe. Nach Hörmanns Vorstellungen soll sich im zweiten Quartal 2020 das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes klar positionieren, wie der weitere Fahrplan aussehen kann. Die Entscheidung über eine Olympia-Kandidatur kann nur von einer Mitgliederversammlung des DOSB getroffen werden. Die nächste wird am 5. Dezember in München stattfinden.

Planungspapier der Initiative Rhein-Ruhr

IOC-Rahmenbedingungen für zukünftige Olympia-Bewerber

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