BG Klinikum Hamburg verlegt Teilbereiche zum UKE

Das BG Klinikum Hamburg – bisher in Bergedorf – in soll künftig ein wichtiges Standbein beim UKE haben.  Martin Fischer/dpa
Das BG Klinikum Hamburg – bisher in Bergedorf – in soll künftig ein wichtiges Standbein beim UKE haben. Martin Fischer/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

Mit Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro, zwei Klinikneubauten und einer engeren Kooperation mit dem UKE im Bereich der Schwerstverletztenversorgung wollen sich die BG Kliniken in Hamburg neu aufstellen. Das sehen zwei Erklärungen vor, die von Senat und Klinikverantwortlichen unterzeichnet und im Rathaus vorgestellt wurden. «Es geht um zwei wichtige Krankenhäuser, die in ihren Bereichen zu den besten Deutschlands zählen», sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Durch die Zusammenarbeit in Eppendorf ergäben sich große Synergien. «Wir müssen das so organisieren, dass die beste Medizin am wirtschaftlichsten erbracht wird», sagte Tschentscher. Davon profitierten «Hamburg und ganz Norddeutschland».

Neubau zur Versorgung Schwerstverletzter auf dem UKE-Gelände

Geplant ist ein Neubau des BG Klinikums Hamburg auf dem Campus des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Das Klinikum zur Behandlung von Schwerstverletzten soll den Angaben zufolge mit einem Neubau des UKE verbunden werden, in dem neben einem Krebszentrum auch die erweiterte Notfallaufnahme untergebracht werden sollen.

Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal sprach von «optimalen Bedingungen für Spitzenmedizin, Forschung, Lehre und Weiterbildung» an einem Standort. «Von dieser engen Vernetzung profitieren Patientinnen und Patienten ebenso wie die medizinische Ausbildung und die wissenschaftliche Weiterentwicklung wichtiger Fachgebiete wie Unfallchirurgie, Traumatologie und muskuloskelettale Medizin.» 

Notfallversorgung soll am Standort Bergedorf erhalten bleiben

Zugleich sollen nach Angaben des Vorsitzenden der Geschäftsführung der BG Kliniken, Reinhard Nieper, am bisherigen Standort Bergedorf in einem Neubau mit 350 Betten unter anderem ein neues Querschnittgelähmten-Zentrum sowie Rehabilitationseinrichtungen und ein sportmedizinisches Zentrum entstehen.

Ein medizinisches Versorgungszentrum mit Notfallambulanz und OP-Zentrum sowie ein ambulantes kindertraumatologisches Zentrum würden die Versorgung der Menschen in Bergedorf auch weiterhin sicherstellen. Auch die Rettungswache mit RTW und der Rettungshubschrauber sollen demnach am Standort Bergedorf verbleiben.

«Für die Menschen in Bergedorf ist wichtig zu wissen: Das BG Klinikum bleibt vor Ort», sagte Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer. «Bergedorf bleibt ein starker Gesundheitsstandort und wird gezielt weiterentwickelt – mit Schwerpunkten in Rehabilitation, ambulanter Versorgung und Rettungsmedizin.»

Jeweils 600 Millionen Euro für Klinikneubauten an beiden Standorten

Der Klinikneubau in Bergedorf sei darüber hinaus «ein wichtiges Signal an die Beschäftigten am Standort», sagte die Leiterin des Bezirksamts, Cornelia Schmidt-Hoffmann. Das BG Klinikum sei der größte Arbeitgeber in Bergedorf. 

Zugleich verwies sie darauf, dass das UKE im Rahmen der Vereinbarung ein medizinisches Versorgungszentrum im geplanten neuen Stadtteil Oberbillwerder betreiben wolle. Das sei «ein starkes Signal für den Bezirk.»

An beiden Standorten wollen die BG Kliniken jeweils 600 Millionen Euro aus den Mitteln der gesetzlichen Unfallversicherung investieren. Auch auf dem UKE-Gelände ist ein 350-Betten-Haus geplant «Auf dem Uniklinik-Campus in Eppendorf entsteht durch die Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin in dem Neubau eine Klinik der Superlative», sagte BG Kliniken-Chef Nieper.

Die Traumaversorgung werde die dann auch räumliche Verbindung von interdisziplinärer Universitätsmedizin und hochspezialisierter Unfallchirurgie «auf ein neues Level gehoben», sagte er Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKE, Christian Gerloff. 

Bis wann die Vorhaben umgesetzt werden, wollten die Beteiligten konkret nicht sagen. Zunächst brauche es weitere Planungen. Man sei mit dem Projekt aber im nächsten Jahrzehnt, sagte Gerloff.

© dpa-infocom, dpa:260609-930-197194/2

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