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Die Grafik zeigt die aktuellen Corona-Zahlen in Schleswig-Holstein. (Stand: 19.11.2020, 17.40 Uhr) Grafik: 17:30 SAT.1 REGIONAL

Die Grafik zeigt die aktuellen Corona-Zahlen in Hamburg. (Stand: 19.11.2020, 17.40 Uhr) Grafik: 17:30 SAT.1 REGIONAL

Schulen als Treiber der Pandemie? Eher nicht, sagt Schulsenator Rabe. Seine Behörde hat Daten von August bis Oktober ausgewertet. Damals waren 372 Schüler:innen infiziert.

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe hat am heutigen Donnerstag über „Corona-Daten an Schulen“ berichtet. Denn außerhalb der Schule sei das Infektionsrisiko offenbar viermal so hoch wie in der Schule. SAT.1 REGIONAL hat die Pressekonferenz LIVE  hier und auf Facebook übertragen.

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Über die Kultusministerkonferenz (KMK) wird der Minister zudem eine neue externe Studie beauftragen, die auf Basis der Hamburger Schuldaten belegen soll, dass Schulen vergleichsweise sicher und eben keine Treiber der Pandemie seien. An der Pressekonferenz nahmen Staatsrat Rainer Schulz von der Behörde für Schule und Berufsbildung, die Direktorin des Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ), Dr. Martina Diedrich, und die Leiterin der Schulaufsicht Hamburg, Susanne Danke, teil. 

Untersuchung vom 4. August bis zum 4. Oktober

Ties Rabe erklärt, dass ein unabhängiges Institut daran forschen soll, inwieweit der Schulalltag eine Rolle an dem Infektionsgeschehen spielt. Die Untersuchungen an den Proband:innen sollen ergeben haben, dass viele Kinder sich auch außerhalb der Schule angesteckt haben. „Es handelt sich um einen großen Teil an Einzelfällen“, unterstreicht Rabe. Die 160 infizierten Schüler:innen, sollen streng überwacht worden sein. Bei 36 Fällen konnte eine Ansteckung in der Schule komplett ausgeschlossen werden. Die Untersuchung wurden vom 4. August bis zum 4. Oktober vorgenommen.

Umfeld der Schüler:innen beobachten

Es handele sich bei der Untersuchung um eine Voruntersuchung, die einen kleinen Ausblick ermögliche. „Unsere Untersuchungen weisen darauf hin, dass wir auch das Umfeld unserer Schüler genau betrachten müssen“, unterstreicht Rabe. An den Stadtteilschulen soll die Infektionslage doppelt so hoch sein, wie an den Gymnasien. Warum es diese Unterschiede bei diesen Schulformen gibt, sei bislang jedoch noch ungeklärt. Die Altersunterschiede bei den Infektionen seien jedoch sehr deutlich ausmachbar.

„Die Tatsache, dass man Schüler ist, heißt nicht, dass man sich in der Schule angesteckt haben muss“, sagt Rabe. Deswegen sei es wichtig zu beobachten, wie sich Kinder auch außerhalb der Schule anstecken konnten.

Geringe Ansteckung in Schulen

„Wir haben den Eindruck, dass sich so zwischen den Sommer und Herbstferien rund 20 Prozent der Schüler während der Schule angesteckt haben könnten.“ Wo sich die 80 Prozent dementsprechend angesteckt haben könnten, sei weiterhin unklar. Das Infektionsrisiko sei außerhalb der Schule weitaus größer. Deswegen sei es auch eine Möglichkeit, die Freizeit der Kinder anders zu gestalten, so Rabe. Die Daten sollen nun weiter untersucht und analysiert werden.

Es sollen zudem Meta-Studien erstellt werden, die untersuchen, wo sich die Schüler:innen außerhalb der Schule angesteckt haben könnten. Außerdem soll untersucht werden, wie sich das Infektionsgeschehen in den Schule weiter ausbreitet.

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