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Am 1. Juni ist Tag der Organspende. Und wer in Deutschland auf ein Spenderorgan wartet, muss einen langen Atem haben. Oftmals zusammen mit der Angst, nicht mehr lange genug zu leben. Im letzten Jahr warteten in Deutschland etwa 9.500 Menschen auf ein Spenderorgan, es gab aber nur 955 Spender.

Doch wie ist es eigentlich, auf der anderen Seite zu stehen? Anita Wolf hat vor zwei Jahren ihren Mann verloren. Für sie brach eine Welt zusammen. Und in dieser Schocksituation musste sie sich mit der Frage auseinandersetzen: Soll ich die Organe meines Mannes zur Entnahme freigeben? Zwar hatten beide vorher nie darüber gesprochen, aber die 60-Jährige erinnerte sich daran, dass er sich kurz zuvor darüber anerkennend geäußert hatte, als eine Freundin ihren Körper der Medizin vermacht hatte. Das gab ihr die nötige Sicherheit, der Entnahme zuzustimmen.

Heute leidet Anita Wolf immer noch unter der Leere, die ihr Mann hinterlassen hat, aber das Bewusstsein, dass sein Tod anderen Menschen erst das Leben ermöglicht hat, gibt ihr Kraft. Sie ist dem „Netzwerk Spenderfamilien“ beigetreten. Das ist ein Zusammenschluss von Angehörigen und Freunden von Organspendern. Auf den Tod kann man sich eher nicht vorbereiten – auf die Frage nach der Organspende schon.

Möchten Sie Kontakt zum „Netzwerk Spenderfamilien“ aufnehmen? Dann schreiben Sie an: Spenderfamilien@t-online.de.
Das Netzwerk hat zurzeit noch keine Homepage, doch über die Pressestelle der Asklepios Kliniken kann die Telefonnummer von Anita Wolf erfragt werden: 040/18 18 82 66 36.

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