Nach Terroranschlag in Halle: Hamburger Polizei verstärkt Schutz vor Synagoge

Nach den Ereignissen in Halle (Saale) bewachen Polizisten verstärkt viele Synagoge im Norden – so wie hier in Hamburg
Foto: TeleNewsNetwork

Nach den tödlichen Schüssen in Halle (Saale) hat die Polizei den Schutz für Synagogen in Norddeutschland verstärkt. Dies gilt unter anderem für Synagogen in Hamburg.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, ist die Präsenz der Sicherheitskräfte in den Hamburger Bahnhöfen erhöht worden. Die Einsatzlage am Hamburger Flughafen habe sich bisher nicht verändert, sagte ein für den Airport zuständiger Sprecher der Bundespolizei.

Verstärkter Schutz

Vor dem jüdischen Gotteshaus im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel war neben dem Wachhäuschen am Mittwochnachmittag auch ein Streifenwagen positioniert. Ein Beamter bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den verstärkten Schutz. „Die Hamburger Veranstaltungen zum jüdischen Feiertag begleiten wir mit zusätzlichen Präsenzkräften“, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Bahnsperrungen aufgehoben

In Halle hatten Unbekannte am Jom-Kippur-Tag, dem höchsten jüdischen Feiertag, Schüsse vor der Synagoge abgefeuert und einen Menschen getötet. Ein weiterer wurde in einem Dönerladen erschossen. Weil der Bahnhof in Halle wegen der dortigen polizeilichen Ermittlungen gesperrt wurde, mussten Fahrgäste mit Umleitungen, Verspätungen und Ausfällen rechnen, wie die Deutsche Bahn in Leipzig mitteilte. Fernzüge wurden umgeleitet, was unter anderem die Verbindungen München-Berlin und Hamburg-München betraf. Am Donnerstagmorgen sind die Sperrungen bereits wieder aufgehoben worden.

 

dpa

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