Nach Ausladungs-Skandal: Kabarettistin Lisa Eckhart will Roman-Preis lieber nicht gewinnen

Die Kabarettistin Lisa Eckhart war wegen „Sicherheitsbedenken“ vom Harbour Front Literaturfestival ausgeladen worden. Foto: Franziska Schrödinger

Nach ihrer Ausladung vom Harbourfront Literaturfestival möchte die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart den Preis für den besten Debütroman dort lieber nicht gewinnen. „Ich hoffe, dass man ihn jemand anderem gibt“, sagte Eckhart am Donnerstagabend im Hamburger Literaturhaus. „Weil ich könnte mich über diesen Preis auch nicht mehr freuen“, sagte die 27-Jährige, die ihren Debütroman „Omama“ (Zsolnay Verlag) vorstellte. Darin schildert sie die Lebensgeschichte ihrer Oma Helga, die in einem kleinen Dorf in der Steiermark aufgewachsen ist.

Wegen Sicherheitsbedenken ausgeladen

Eckhart war wegen Sicherheitsbedenken von dem Festival ausgeladen worden, was für einen Skandal sorgte. Auch 17:30 SAT.1 REGIONAL berichtete über den Vorfall. Die unabhängige Jury hatte jedoch angekündigt, dass die Kabarettistin weiter im Rennen um den Klaus-Michael Kühne-Preis bleibt. Der mit 10.000 Euro dotierte Literaturpreis für das beste deutschsprachige Romandebüt des Jahres soll am 20. September in Hamburg verliehen werden.

Preis mit Zweifeln

„Ich glaube, dass diese Querulanten und ich, dass wir jetzt vor dem gleichen Problem stehen: Jetzt bin ich auf der Spiegel-Bestsellerliste sofort Platz 11. Und sie werden sich fragen: Oh, Gott, sind wir Schuld? Und ich werde mich mein Leben lang fragen: Oh, Gott, waren die Schuld und war es gar nicht ich selbst?“, meinte die Kabarettistin. „Das ist bitter. Niemand hat von dieser Sache profitiert und deswegen hoffe ich, dass man mich nicht auch noch mit diesem Preis und den dazugehörigen Zweifeln verflucht.“

 

Mit dpa

Angst vor Eskalation? Kabarettistin Lisa Eckhart von Hamburger Literaturfestival ausgeladen

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