Mutter postet berührenden Text auf Facebook: Nikolausstiefel samt Inhalt aus Garten geklaut

Wer ist so herzlos und macht so etwas? Besonders für Kinder ist der Nikolaustag immer etwas ganz Besonderes. Am Vorabend werden zusammen mit den Eltern die Stiefel geputzt, voller Vorfreude und Aufregung geht es ins Bett und wenn dann am nächsten Morgen die Stiefel prall gefüllt wieder vorgefunden werden, leuchten die Kinderaugen. Es ist einfach eine schöne Tradition zum 6. Dezember, der ein ganz besonderer Zauber innewohnt.

Wie traurig muss es dann also sein, wenn Eltern und Kinder am Morgen feststellen, dass nicht nur die Leckereien fehlen, sondern gleich die kompletten Stiefel über Nacht gestohlen wurden? So geschehen bei Familie Caldeweyher aus Hamburg-Altona. Mutter Valentina postete am Freitagmorgen diesen berührenden Text auf Facebook:

Enttäuschung bei den 2, 4 und 6 Jahre alten Kindern der Caldeweyhers. Mutter Valentina in Erklärungsnot: „Ich glaube irgendjemand Gemeines hat das einfach mitgenommen“, versuchte sie die Kids zu besänftigen. Warum der Fremde dann nicht wenigstens die Schuhe habe stehen lassen, konnte sie natürlich nicht erklären. „Für mich war es einfach besonders schlimm, zu wissen, dass später in der Kita oder Schule alle Kinder erzählen, was sie in ihren Stiefeln hatten und meine Mäuse nicht einmal mehr die Schuhe selbst hatten“, so die Dreifachmama gegenüber 17:30 SAT.1 REGIONAL. Diese haben sich immerhin einige Stunden später in einer Parallelstraße wieder angefunden, wie Ehemann und Vater Tobias auf Facebook postet:

„Ich erziehe meine Kinder so, dass ich ihnen sage, die Welt ist gut. Ich möchte nicht, dass sie Nikolaus mit etwas Traurigem verbinden und habe ihnen gesagt: Auf eine böse Sache kommen 100 gute und bis zum Abend werden noch viele gute Dinge passieren“, so Valentina Caldeweyher. Und sie sollte Recht behalten. Auch Radio Hamburg erfuhr von dem traurigen Schicksal der Familie und kommentierte: 

Moderatorin Anke Hanisch hat das Thema daraufhin in ihrer Sendung am Vormittag aufgegriffen und die Dinge nahmen ihren Lauf. „Einige Hörer haben sich bei uns gemeldet und wollen einen Ersatz bieten, sogar eine Freizeitaktivität war dabei“, so Pressesprecherin Martina Müller. Mutter Valentina ist von dieser Welle der Hilfsbereitschaft ganz ergriffen: „So konnte ich meinen Kindern sagen: Es gibt zwar diesen einen Idioten, aber dafür viele andere Fremde, die Gutes tun.“

Dass sich jemand an den gefüllten Nikolausstiefeln bereichert, ist in der Nachbarschaft der Caldeweyhers übrigens nicht zum ersten Mal passiert. Im vergangenen Jahr hatte es bereits die Nachbarskinder erwischt. Umso berührender, dass diese sich in diesem Jahr ganz selbstlos zeigten und ihre eigenen Schokoladen-Nikoläuse an die Kinder der Caldeweyhers verschenkt haben.

Abschließend kann also gesagt werden – und das ist Valentina Caldeweyher wichtig: „Es passieren vor allem gute Dinge auf dieser Welt und das sollen meine Kinder mitbekommen.“

 

Gloria Saggau

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