Mutmaßlicher islamistischer Kämpfer im Kreis Stade festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat im Landkreis Stade einen Syrer festnehmen lassen, der in seiner Heimat für eine islamistische Gruppierung gekämpft haben soll. Der 32-Jährige wurde am Montag gefasst, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte.

Bei der Gruppierung handelt es sich den Angaben zufolge um die als Terrorvereinigung eingestufte Liwa Al-Izza Lil-lah und ihre Vorgängervereinigung Katiba Shuhada al-Ahwaz. Ziel dieser Kampfeinheit war der Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und die Errichtung eines Staates nach islamischem Recht. Dafür arbeitete sie auch mit der inzwischen umbenannten Al-Nusra-Front zusammen, ursprünglich ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

Dem Mann wird vorgeworfen, 2013 an Kämpfen teilgenommen und für die Terrorgruppe Patrouillendienste geleistet zu haben. Seit 2015 ist er in Deutschland. Wie und warum er hierherkam, wurde nicht mitgeteilt.

Laut Bundesanwaltschaft sollte er am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) vorgeführt werden. Dieser verkündet ihm den Haftbefehl und entscheidet, ob er in Untersuchungshaft kommt.

dpa

Copy LinkCopy LinkShare on MessengerShare on Messenger
Zur Startseite