Mitarbeiter von Bremerhavener Tafel sollen Lebensmittel für sich abgezweigt haben

Vier ehrenamtliche Mitarbeiter der Bremerhavener Tafel sollen Lebensmittel, die für Bedürftige bestimmt waren, für sich abgezweigt haben. Die Staatsanwaltschaft Bremerhaven ermittelt nach Angaben eines Sprechers vom Donnerstag wegen des Verdachts der Unterschlagung. Das Nachrichtenmagazin der „Spiegel“ hatte darüber berichtet. Bei den Beschuldigten handele es sich ebenfalls um Bedürftige, die berechtigt seien, Ware von der Tafel zu bekommen. „Das macht die Ermittlungen so schwierig“, sagte der Sprecher.

Die Ermittlungen waren 2017 nach einer Anzeige zunächst nur gegen den Lagerleiter aufgenommen worden. Der Chef der Bremerhavener Tafel, Manfred Jabs, sagte, von seiner Seite aus gebe es keinerlei Beanstandungen. Er stehe voll hinter dem Lagerleiter, der weiterhin für die Tafel tätig sei. „Er macht eine super Arbeit“, betonte er. Bei einer Wohnungsdurchsuchung sei nichts gefunden worden. Die Tafel Bremerhaven verteilt seit über 20 Jahren nicht mehr verkäufliche Lebensmittel an Bedürftige, die von Geschäften gespendet werden. Inzwischen haben 11.000 Menschen einen Berechtigungsschein.

dpa

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