„Wir können. Ich kann“: Am 4. Februar ist Weltkrebstag

Thema am 01.02.2018
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Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es soll dafür stehen, dass sich jeder dem Kampf gegen Krebs anschließen kann – egal, ob als Einzelperson oder im Kollektiv. 

Etwa 500.000 Menschen erkranken jährlich bundesweit an Krebs. Experten schätzen, dass etwa die Hälfte aller Fälle durch einen gesünderen Lebensstil vermeidbar wäre. Beispielsweise senkt regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für mindestens 13 Krebsarten. Außerdem gehören eine ausgewogene Ernährung, ein normales Körpergewicht, wenig Alkohol, vorsichtiges Sonnenbaden und ein rauchfreies Leben zu den Verhaltensweisen, die jeder selbst beeinflussen kann. 

„Ich kann um Rat fragen.“

Die Diagnose Krebs schockiert zunächst. Sie krempelt das ganze Leben um und wirft anschließend diverse Fragen auf. Wo finde ich in meiner Umgebung Hilfe? Und welche Therapieformen gibt es überhaupt? Das Team des INFONETZ KREBS der Deutschen Krebshilfe bietet Beratung nach dem aktuellen Stand von Medizin und Wissenschaft in allen Phasen der Erkrankung. Sie erreichen es über unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/80 70 88 77 (Mo bis Fr, 8 bis 17 Uhr) oder per E-Mail unter krebshilfe--@--infonetz-krebs.de. Auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums steht Patienten, Angehörigen und allen Ratsuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Erreichbar unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/420 30 40 (täglich von 8 bis 20 Uhr) oder per E-Mail unter krebsinformationsdienst--@--dkfz.de.

Freiwillige Früherkennung

Eine Grafik des Robert Koch Instituts zeigt, welche Krebsarten je nach Geschlecht am häufigsten auftreten. Bei den Frauen sind es demnach Brust-, Darm- und Lungenkrebs und bei den Männern Prostata-, Lungen- und Darmkrebs. Neben dem Vorbeugen bekannter Risikofaktoren spielt auch die Vorsorge eine große Rolle. In Deutschland gibt es das Angebot regelmäßiger Früherkennungsuntersuchungen für alle Versicherten. Getestet wird auf Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Prostatakrebs, auf Darmkrebs und Hautkrebs. Die Früherkennung kann dazu beitragen, die statistischen Heilungsraten zu vergrößern – zumindest bei manchen Krebsformen – bleibt aber eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen sollte. Sie hängt nicht zuletzt auch von der persönlichen Risikoeinschätzung ab. Unterstützung und weitere Information bietet ein Hausarzt oder behandelnder Facharzt. Seit dem 1. Januar 2008 sind die Krankenkassen außerdem dazu verpflichtet, ihre Versicherten zu Beginn eines Kalenderjahres über Früherkennungsmaßnahmen zu informieren.

 

> Weitere Informationen unter www.krebsinformationsdienst.de

> Pressemitteilung zum Weltkrebstag 2018

> Eine Zusammenfassung aller Vorsorge- und Früherkennungsangebote in Deutschland des Bundesministeriums für Gesundheit

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