Es ist schon wieder passiert. Auf einer Weide in Westerhorn im Kreis Pinneberg wurden mehrere Schafe gerissen. Der herbeigerufene Tierarzt konnte einige der schwer verletzten Tiere nur noch erlösen. Wenn sich der Wolfsverdacht bestätigt, wäre es der dritte Riss innerhalb weniger Monate in der Herde von Volker und Nicole Kruse aus Westerhorn. Dabei haben sie sich die vom Land vorgeschriebenen 1,5 Meter hohen Elektrozäune besorgt und versucht, den Wolf zu vergrämen. Und dennoch kommt er immer wieder.

Laut Managementplan der Landesregierung müssen zuerst Zäune aufgestellt werden, dann muss der Wolf vergrämt werden und erst dann darf er geschossen werden. Soweit der Plan. In der Praxis sieht es aber so aus, dass man sich im Fall der Fälle sicher sein muss, den richtigen Wolf vor der Flinte zu haben und nicht etwa einen, der sich korrekt verhält. Für den Bauernverband ein unhaltbarer Zustand.

Zur Startseite