Mehrere Badeunfälle am Wochenende im Norden – besonders ein Fall aus Hamburg wirft Fragen auf

Eine 13-Jährige ist im Einfelder See ertrunken, ein 19-Jähriger konnte nur noch tot aus einem See in Müssen geborgen werden. Zwei Jugendliche werden seit dem Wochenende nach einem Bad in der Elbe vermisst. Besonders ein Fall aus Hamburg wirft Fragen auf.

In Gewässern in Schleswig-Holstein und Hamburg sind am Wochenende mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und weitere Badende werden vermisst. Am Sonntag entdeckten Feuerwehrleute im Einfelder See bei Neumünster die Leiche einer 13-Jährigen etwa 30 Meter vom Ufer entfernt, wie die Polizei mitteilte. Das Mädchen war seit Freitag vermisst worden. Danach hatten Einsatzkräfte nach dem Kind, das in dem See baden gegangen war, gesucht. Die Helfenden waren mit Booten im Einsatz, Tauchende suchten unter Wasser. Auch zwei Spezialhunde halfen bei der Suche.

Für 19-Jährigen in Müssen kam jede Hilfe zu spät

Ebenfalls tragisch endete das Bad in einem See in Müssen im Kreis Herzogtum Lauenburg am Samstagabend für einen 19-Jährigen. Die Rettungskräfte wurden laut Regionalleitstelle gegen 20:30 Uhr informiert. Die Feuerwehr begann eine Suche mit Booten, auch Tauchende kamen zum Einsatz. Gut anderthalb Stunden später bargen sie den leblosen Körper. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät.

9-Jährige seit Samstagabend in der Elbe bei Kollmar vermisst

Bis tief in die Nacht zum Sonntag suchten Einsatzkräfte in der Elbe bei Kollmar im Kreis Steinburg vergeblich nach einem vermissten Mädchen. Die Neunjährige war am frühen Abend im Wasser an der Badestelle verschwunden. Das Mädchen hielt sich an dem Strand mit einer Freundin und deren Eltern auf, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Mutter des Mädchens kam erst später hinzu. Sie wird medizinisch betreut.

Suchaktion in der Nacht abgebrochen

Die nächtliche Suche dauerte bis 3:15 Uhr am Sonntag. Das Mädchen aus Elmshorn war nach Polizeiangaben gegen 17:50 Uhr ins Wasser gegangen und von einem Sog mitgerissen worden. An der intensiven Suche beteiligten sich neben der Polizei die DLRG, Boote der Wasserschutzpolizeien Brunsbüttel und Hamburg, die Feuerwehr, auch Tauchende und Hubschrauber aus Hannover und St. Peter-Ording. Zudem gingen Drohnen in die Luft und Suchhunde kamen zum Einsatz. Aktuell werde nicht mehr gesucht, sagte eine Sprecherin der Polizei am Montag.

15-Jähriger seit Freitagabend in der Elbe vermisst

Bereits seit Freitagabend wird ein 15-Jähriger nach einem Bad in der Elbe vermisst. Der Jugendliche wurde nach Polizeiangaben von der Strömung mitgerissen. Ein 17-Jähriger und ein 22-Jähriger versuchten noch, dem Jungen im Wasser zur Hilfe zu kommen. Während der 17-Jährige selbstständig das Ufer erreichte, wurde der 22-Jährige entkräftet aus dem Wasser gezogen. Nach dem Vermissten wurde am Freitagabend mit Hilfe von Tauchenden und Drohnen gesucht.

Möglicher Zusammenhang zu Messerattacke noch unklar

Noch unklar ist ein möglicher Zusammenhang dieses Falls mit einer mutmaßlichen Messerattacke am Kalischer Platz in Hamburg-Harburg vom Samstag. Dabei soll ein 19-Jähriger einen 16-Jährigen unvermittelt von hinten angegriffen und mutmaßlich mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Der Rumäne sollte noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. Das Opfer musste notoperiert werden. Sein Zustand war laut Polizei weiter kritisch.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den Bruder des vermissten Schwimmers. Nach Polizeiangaben dauern die die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat an.

Mit dpa

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