Massenschlägerei in der Hamburger City – Wachmann musste reanimiert werden

Am Mittwochabend kam es am Hamburger Ballindamm – in der Tunnelanlage zwischen der Europa Passage und Jungfernstieg – zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Jugendgruppe und Sicherheitsmitarbeitern. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und fragt auch nach privaten Filmaufnahmen. 

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatten drei Wachleute einer privaten Sicherheitsfirma eine Gruppe Jugendlicher zum Verlassen der Europa Passage aufgefordert, weil diese sich dort rauchend und ohne die erforderlichen Mund-Nasen-Bedeckungen aufgehalten hatten. Als sie die rund zehnköpfige Jugendgruppe aus der Einkaufspassage heraus begleiteten, griffen zwei Männer aus der Gruppe zwei der Wachleute (beide 20) tätlich an. Der dritte Wachmann (59) brach etwa zeitgleich bewusstlos zusammen, ohne selbst angegriffen worden zu sein. Er litt mutmaßlich unter einer Vorerkrankung. Die Gruppe der Tatverdächtigen flüchtete anschließend in unbekannte Richtung.

59-jähriger Wachmann musste reanimiert werden

Durch die eintreffenden Polizeibeamten wurden bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Reanimationsmaßnahmen bei dem 59-Jährigen durchgeführt. Anschließend wurde er unter Notarztbegleitung in ein Krankenhaus transportiert. Er befindet sich in Lebensgefahr. Die anderen beiden Sicherheitsleute wurden durch die Angriffe jeweils leicht verletzt und durch eine Rettungswagenbesatzung vor Ort beziehungsweise ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten nicht zur Festnahme tatverdächtiger Personen.

Polizei bittet um private Aufnahmen vom Tatgeschehen

Bei den gesuchten Tätern soll es sich um südländisch aussehende Männer und eine Frau im Alter zwischen etwa 16 und 20 Jahren handeln. Zeugen, die Hinweise zu den geflüchteten Personen oder dem Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Telefonnummer 040/42 86 56 789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. Insbesondere werden Zeug:innen, die möglicherweise private Aufnahmen vom Tatgeschehen haben, gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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