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Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes werden allein in Deutschland täglich rund 15.000 Blutspenden benötigt. Doch nur rund vier Prozent der möglichen Blutspender:innen spenden auch tatsächlich Blut. Wissenschaftler:innen der Medizinischen Hochschule Hannover (Niedersachsen) arbeiten nun daran, blutbildende Zellen künstlich zu erzeugen – also, Kunstblut herzustellen. Es geht den Forscherinnen und Forschern darum, aus Stammzellen durch eine bestimmte Methode sogenannte Megakaryozyten herzustellen.

Bei Patientinnen und Patienten, die bereits bluten, funktioniert das Designerblut-Verfahren nicht. Aber rund 80 Prozent der Transfusionen werden prophylaktisch verabreicht. Und es dauert gerade einmal zwei Stunden, bis durch die Megakaryozyten eine ausreichende Thrombozytenmenge im Körper der Patientin oder des Patienten gebildet wurde.

In etwa vier Jahren sollen die ersten klinischen Studien an Patientinnen und Patienten durchgeführt werden. Eine Gefahr, dass die Zellen möglicherweise entarten und Tumore bilden, bestehe laut den Transfusionsmedizinerinnen und -medizinern nicht. Weltweit arbeiten Mediziner:innen seit etwa 30 Jahren an der künstlichen Herstellung von Blutprodukten. Eine Massenproduktion für die klinische Anwendung war bislang nicht in Sicht. Aber vielleicht schaffen es die Wissenschaftler:innen aus Hannover.

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