Lufthansa-Streik: Erneut viele Flugausfälle erwartet

Am Hamburger Flughafen müssen sich Passagiere auch heute auf Störungen und Beeinträchtigungen einstellen.
Foto: 17:30 SAT.1 REGIONAL

Am zweiten Streiktag des Kabinenpersonals der Lufthansa fallen am Hamburger Flughafen fast alle Flüge der Airline aus. Die 16 Verbindungen nach Frankfurt sind komplett gestrichen, nach München werden wohl nur zwei von 19 geplanten Flügen starten, teilte ein Flughafensprecher am Freitagmorgen mit.

Ausweichkarten von der Lufthansa

Wie bereits am Donnerstag starteten weder der erste Flug nach Frankfurt um 06.00 Uhr noch der erste Flug nach München um 06.20 Uhr. Da alle 16 Verbindungen von und nach Frankfurt gestrichen sind, bleibt das wichtigste Drehkreuz für europäische Verbindungen und Fernflüge in Deutschland mit dem Flugzeug von Hamburg aus unerreichbar. Wer einen Flug in Frankfurt erreichen muss, sollte mit der Bahn anreisen. Die Lufthansa hat entsprechende Ausweichfahrkarten angeboten.

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo fordert für die rund 21 000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie einen besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse.

Hier finden Sie die Abflüge vom Hamburger Airport.

Was Betroffene jetzt tun können

Die Lufthansa empfiehlt allen Passagieren, ihre Verbindungen zu überprüfen und hat Ausweichmöglichkeiten angeboten. Die Verbraucherzentrale weiß zudem, dass es einen großen Unterschied macht, ob Sie das Ticket selbst bei der Fluglinie gebucht oder eine Pauschalreise abgeschlossen haben. Eine Pauschalreise liegt meist vor, wenn Sie Flug, Unterkunft, Mietwagen oder andere Bestandteile bei einem Anbieter als Paket gekauft haben.

Flug selbst gebucht

Wer den Flug, der wegen des Streiks ausfällt, selbst gebucht hat, hat nun zwei Möglichkeiten:

1. Sie können auf einem Ersatzflug bestehen: Ein solcher Ersatzflug steht Ihnen nach Artikel 8 der Fluggastrechteverordnung zu. Die Airline muss ihn Ihnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten anbieten. „Das kann aber bedeuten, dass Sie einige Tage früher als gedacht oder erst einige Tage später fliegen können, sobald Maschinen der Airline die Verbindungen wieder bedienen und Plätze frei sind“, so die Verbraucherzentrale.

➡️ Zum Thema Betreuungs- oder Ausgleichszahlungen gibt die Verbraucherzentrale ebenfalls hier wichtige Infos!

Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht

Wenn Ihr Flug Teil einer Pauschalreise ist, Sie also Flug, Unterkunft, Mietwagen oder andere Bestandteile bei einem Anbieter als Paket gekauft haben, dann wenden Sie sich statt an die Airline an Ihren Reiseveranstalter und drängen Sie auf eine Lösung mit einer anderen Airline, Zügen oder späteren Flügen. Veranstalter einer Pauschalreise sind auch bei Streiks in der Verantwortung für Kosten (für Verpflegung, Unterkunft, Taxifahrten und Telefonate), die bei Ihnen durch eine Verspätung entstehen. Drängen Sie zum Beispiel auch auf eine Unterkunft für die Nacht, wenn nicht am selben Tag eine Ersatzmaschine für Sie startet.

Bei Ärger eine Schlichtungsstelle kontaktieren

Werden Sie sich mit Fluglinien über Verspätungen oder Ausfälle nicht einig, können Sie die zuständige Schlichtungsstelle anrufen. Die hilft auch nach Streiks.

➡️ Hier geht es zum Online-Formular!

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