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Demonstranten drangen nach einer Rangelei mit Sicherheitskräften in den Saal ein und skandierten laut Augenzeugen Sprüche wie „Kein Recht auf Nazipropaganda“ Foto: 17:30 SAT.1 REGIONAL

Der AfD-Mitbegründer Bernd Lucke sollte am heutigen Mittwoch zum zweiten Mal seine Vorlesung an der Universität Hamburg abhalten. Diese musste er jedoch nach kurzer Zeit wieder abbrechen, als es erneut zu Tumulten kam. „Alle zusammen gegen den Faschismus“, ruft eine Gruppe von etwa 30 jungen Menschen. Die teilweise in schwarzen Pullovern gekleideten Demonstranten versuchten in den Hörsaal einzudringen. Es kommt zu einem Gerangel mit sieben Sicherheitsleuten vor dem Saal, fast entsteht eine Prügelei.

Lucke verlässt Hörsaal

Kurze Zeit später dringt die Gruppe in den Hörsaal ein. Die Gruppe verteilt sich im Raum und gelangt schnell zum Rednerpult. Lucke und die Studierenden haben inzwischen den Hörsaal über den Seiteneingang verlassen. Er verlässt kurz nach Abbruch der Vorlesung direkt das Gelände der Uni Hamburg.

Die zweite Vorlesung von Bernd Lucke wurde von mehreren Demonstranten gestürmt und beendet.
Video: 17:30 SAT.1 REGIONAL

Uni verurteilt erneute Störung der Lucke-Vorlesung

Noch am Mittwochnachmittag veröffentlicht das Präsidium der Universität ein Statement zu den Vorfällen. Hier wird vorerst betont, dass die „die persönliche Sicherheit des Hochschullehrers und der Studierenden“ zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen seien.

Die Universität  kritisierte das Vorgehen aufs Schärfste: Es sei „unter keinen Umständen hinzunehmen, dass die Freiheit von Forschung und Lehre in irgendeiner Form beeinträchtigt“ werde. 

 

Text: mala

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