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Bund und Länder haben den Lockdown bis zum 14. Februar verlängert. Aber wie geht es danach weiter? Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am heutigen Dienstag um 15 Uhr einen Perspektivplan für künftige Lockerungen vorgestellt. SAT.1 REGIONAL hat die Konferenz live an dieser Stelle übertragen.

Die Konferenz in voller Länge:

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Lockerungsplan soll Hoffnung geben

Mögliche Lockerungsschritte erörterten Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) mit dem Expertenrat der Regierung. Schleswig-Holstein plant demnach Lockerungsstufen für verschiedene Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens.

„Es handelt sich hier um keine Öffnungsstrategie, sondern es geht darum, den Menschen in der Pandemie eine klare Richtung und ein wenig Hoffnung zu geben,“ erklärte Ministerpräsident Daniel Günther zu Beginn der Sitzung. Der Stufenplan sei ein Vorschlag, der nun auch bei der Ministerpräsident:innen-Konferenz vorgelegt werden soll und auch bundesweit gelten könnte.

Stufen orientieren sich an Inzidenzwert

Die Stufen sollen sich daran orientieren, wie hoch die entsprechenden Inzidenzwerte derzeit im Land Schleswig-Holstein liegen. Aber auch die Impfquote und der R-Wert sollen dabei berücksichtigt werden. Laut Robert Koch Institut steht das „R“ für die Reproduktionszahl. Diese bezeichnet die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer mit dem Coronavirus infizierten Person angesteckt werden. Man könnte den R-Wert somit auch Ansteckungsrate nennen. Wird ein bestimmter Wert unterschritten, sind erste Öffnungen möglich – weitere könnten nach 14 Tagen folgen, wenn die Zahl stabil bleibt.

Voraussetzung für die Öffnungsschritte soll sein, dass ein bestimmter Inzidenzwert, also die Zahl von Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen über einen Zeitraum von sieben Tagen, unterschritten wurde. So könnte es zum 15. Februar wieder ein Regelbetrieb oder eingeschränkten Regelbetrieb in den Kitas geben, wenn ein Inzidenzwert von unter 100 erreicht sei, erklärte Günther. Ebenso solle dann in den Schulen ein Wechselunterricht ermöglicht werden.

Das seien die ersten Schritte, die in Kraft treten würden. Dabei orientiere sich die Regierung an landesweiten Werten, nicht an kreisweiten. Am 7. Februar solle dann die aktuelle Lage nochmals reflektiert und daraufhin entschieden werden, welche Lockerungen ab dem 15. Februar tatsächlich umgesetzt werden könnten.

Stufenplan bis Ende April definiert

So könnten auch Zoos wieder öffnen und Sport unter freiem Himmel erlaubt sein, wenn ein Inzidenzwert von unter 100 erreicht sei. Auch Friseurbesuche und körpernahe Dienstleistungen seien dann wieder möglich, wenn der Inzidenzwert dauerhaft unter 100 liegt. Der Stufenplan sei vorerst bis Ende April definiert worden, erklärte Günther.

Bei Hotelöffnungen soll es ein sogenanntes Testregime geben. Auch hier soll ein Inzidenzwert von unter 50 vorerst erreicht werden, bevor eine Öffnung möglich ist.

Für Sportvereine, Friseursalons, Eltern und viele andere soll der Lockerungsplan als Orientierung dienen. Finanzministerin Monika Heinold appellierte, dass der Bund nun den Lockerungsplan und die damit einhergehenden Kosten zeitnah unterstützen müsse.

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