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Der „Lockdown light“ kommt nun auch in Hamburg. Das öffentliche Leben wird auch in der Hansestadt ab dem kommenden Montag für vier Wochen teilweise heruntergefahren. Am Freitagvormittag kam der Senat zu einer Sondersitzung zusammen und hat eine neue Verordnung mit weitreichenden Beschränkungen beschlossen. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Sozialsenatorin Melanie Leonhard, Innensenator Andy Grote und Schulsenator Ties Rabe haben im Anschluss an die Sitzung über die neuen Maßnahmen informiert.

Katharina Fegebank, die das Ressort für Wissenschaft und Hochschulen leitet, ging dabei auch noch einmal auf das neue Semester ein, das für Studierende ab Montag startet. Hamburg bleibe beim sogenannten Hybridsemester. Es soll so viel Präsenzlehre wie möglich in der Hansestadt stattfinden, die eine oder andere Lehrveranstaltung werde aber digital stattfinden, sagte sie.

Die Maskenpflicht im Schulunterricht wird zudem ab Montag erweitert, wie Schulsenator Ties Rabe mitteilte. Alle Schüler:innen ab Klassenstufe 5 müssen dann auch im Unterricht sowie auf dem ganze Schulgelände einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bislang galt dies nur für Berufs- und Oberstufenschüler. Ausnahmen gelten für den Sport- und Musikunterricht, wenn ein Mindestabstand von 2,5 Metern eingehalten werden kann. Auch alle Prüfungen, Präsentationen und Klausuren dürfen ohne Mund-Nasen-Bedeckung stattfinden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Obwohl sich auch in Hamburg ab Montag nur noch maximal zehn Personen aus maximal zwei Haushalten treffen dürfen, sollen für Trauerfeiern besondere Bedingungen gelten, wenn Hygienekonzepte vorliegen und Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, sagte Melanie Leonhard. Man habe da aus der Vergangenheit gelernt, wie wichtig das Abschiednehmen für Angehörige ist.

Diese weiteren Maßnahmen kommen auf Hamburg zu

  • Kneipen, Bars, Clubs und Diskotheken und Restaurants müssen schließen (Liefer- und Abholservice ist jedoch erlaubt)
  • Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten dürfen nicht mehr öffnen
  • Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios schließen
  • Prostitutionsstätten und Bordelle sowie Spielbanken, Spielhallen und Wettannahmestelle werden geschlossen
  • Indoor-Sportanlagen, Sporthallen, Fitnessstudios oder vergleichbare Einrichtungen, Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen dürfen nicht mehr öffnen (besondere Ausnahmen gelten für Berufssportler:innen sowie für Kaderathlet:innen)
  • Theater, Kinos, Opern, Konzerthäuser und Museen müssen dichtmachen
  • Es dürfen sich nur noch maximal zehn Menschen aus maximal zwei Haushalten treffen (Ausnahmen gelten für direkte Familienzusammenhänge und Kinder unter 12 Jahren sowie Trauerfeiern)
  • Veranstaltungen werden gestrichen
  • Im Profisport dürfen Spiele nur noch ohne Zuschauer:innen stattfinden
  • Krippen, Kitas und Schulen bleiben geöffnet
  • Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet (pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche darf nur eine Kundin bzw. ein Kunde das Geschäft betreten)
  • Friseursalons, Reinigungen und Waschsalons dürfen unter bestimmten Auflagen offen bleiben
  • Auch Apotheken, Banken, Poststellen, Tankstellen, Handwerksbetriebe und Baumärkte dürfen weiterhin öffnen
  • Religiöse Stätten bleiben geöffnet, Gottesdienste können unter den bestehenden Auflagen stattfinden

Neue Quarantäne-Regelung für Einreisende aus Risikogebieten

Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss sich direkt in Quarantäne begeben und sich bei den Behörden melden. Diese Meldung sollte möglichst digital vorgenommen werden. Ab dem 2. November gilt zudem: Die Quarantäne darf frühestens am fünften Tag nach der Einreise beendet werden und nur dann, wenn durch ein negatives Testergebnis belegt ist, dass die reisende Person nicht infiziert ist. Der Test darf frühestens am fünften Tag nach Einreise durchgeführt werden.

Hier sehen Sie die Pressekonferenz des Senats vom Freitag noch einmal in voller Länge: 

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