Corona-Maßnahmen in Schulen: Niedersachsen will Wechselmodell nur in Hotspots

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Die für November beschlossenen Anti-Corona-Maßnahmen jetzt aufzuheben sei angesichts der aktuellen Infektionslage nicht vertretbar, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Donnerstag in Hannover. Die Zahl der Corona-Fälle sei nach wie vor hoch, ein Rückgang sei noch nicht erreicht.

Teil-Lockdown verlängert, Maßnahmen teilweise verschärft

  • Bund und Länder hatten am Mittwochabend beschlossen, dass der Teil-Lockdown mit der Schließung unter anderem von Restaurants, Theatern, Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen bis zum 20. Dezember verlängert wird.
  • Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sollen auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt werden. Kinder bis 14 Jahre sollten nicht unter diese Regelung fallen.
  • Weihnachten solle aber gefeiert werden können, im engsten Familien- und Freundeskreise mit maximal zehn Menschen, Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet.
  • Der Groß- und Einzelhandel bleibt zwar geöffnet, aber mit Maskenpflicht nun auch vor Geschäften und auf Parkplätzen sowie Zutrittsbeschränkungen für Kund:innen. So soll künftig gelten, dass sich in kleineren und mittleren Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wie derzeit geltend höchstens eine Person pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche befinden soll. Für die Kaufhäuser sollen jeweils 20 Quadratmeter pro Kund:in vorgeschrieben werden.
  • Die „Novemberhilfen“ für betroffene Firmen und Einrichtungen im Dezember sollen aber fortgeführt werden. Der Bund plant Hilfen von voraussichtlich 17 Milliarden Euro.

Hotspot-Strategie für Schulen

An 2.430 Schulen in Niedersachsen ist der Unterricht aktuell ohne Corona-Beschränkungen möglich, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei der Pressekonferenz am Donnerstag. An 570 Schulen gebe es entweder Wechselunterricht oder es seien Klassen und Lerngruppen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Dies seien deutlich weniger Schulen als vor einer Woche, als noch 675 Schulen betroffen waren. „Ich bin dagegen, Schulen ohne Not in Szenario B zu schicken“, sagte Tonne zu der Forderung, landesweit vorsorglich Wechselunterricht einzuführen.

In Landkreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz die 200-Marke überschritten hat, sollen Schulen in ein Wechselmodell übergehen. Betroffen wären davon Klassen ab dem 7. Jahrgang.

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Mit dpa

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