Lesbisches Paar kämpft gegen Ungleichbehandlung homosexueller Eltern

Lebenspartnerinnen neben Kinderbett: Foto: dpa

Trotz der Öffnung der Ehe für alle können bisher nicht zwei Mütter in die Geburtsurkunde eines Kindes eingetragen werden. Ein lesbisches Paar aus Schellerten im Kreis Hildesheim will dies ändern und kämpft dafür mit juristischen Mitteln. Ihr Baby werde gegenüber anderen Kindern diskriminiert, die in eine heterosexuelle Ehe hineingeboren werden, sagte Gesa Teichert-Akkermann. Die 44-Jährige ist hochschwanger. Jahrelang hatte sie mit ihrer Partnerin Verena Akkermann versucht, zunächst per Samenspende ein Kind zu bekommen. Nun klappte es endlich mit einer Embryonenspende – die Tochter soll Mitte Februar per Kaiserschnitt auf die Welt kommen.

„Meine Frau ist keine Stiefmutter“

Vor dem Gesetz gilt Gesa Teichert-Akkermann jedoch als Alleinerziehende, obwohl sie mit Verena Akkermann seit langem verpartnert und seit kurzem sogar verheiratet ist. Für die 47-Jährige gibt es derzeit nur den Weg, per Stiefkindadoption Mutter des Babys zu werden. Dieser ist sehr umständlich. „Meine Frau ist keine Stiefmutter“, betonte Gesa Teichert-Akkermann. Das Abstammungsrecht müsse dringend reformiert werden. Nach Angaben des Bundesjustizministeriums werden derzeit Stellungnahmen zu einem Reformentwurf ausgewertet.

> Diskussionsteilentwurf des Bundesjustizministeriums zur Reform des Abstammungsrechts

> Gesetzentwurf und Anhörung im Bundestag zur Reform des Abstammungsrechtes

> Forderung des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) zu Regenbogenfamilien

> Petition „Gleiche Rechte für Regenbogenfamilien“

Mit dpa

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