Kontaktdaten und Maskenpflicht: Senatorin Leonhard fordert mehr Akzeptanz von Corona-Maßnahmen

Einen Tag nach der Einführung der Maskenpflicht an bestimmten öffentlichen Plätzen und weiteren Verschärfungen von Maßnahmen, informierte der Hamburger Senat am Dienstag zur aktuellen Corona-Lage in der Hansestadt. Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat sich außerdem gemeinsam mit Pedram Emami, Präsident der Ärztekammer Hamburg, über die Grippeschutzimpfung geäußert.

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In Hamburg gibt es aktuell genug Grippeimpfungen

„Der Corona-Inzidenzwert liegt momentan bei 37 in Hamburg“, erklärte die Gesundheitssenatorin. Neben der Corona-Lage sei zu der Herbstzeit auch die Grippeimpfung ein wichtiges Thema. Vor allem die Risikogruppen und die Kinder sollten sich impfen lassen. „Uns ist sehr wichtig, dass diejenigen das Angebot wahrnehmen, die Anspruch auf die Impfung haben“, unterstreichte Leonhard. Die Liefersituation der Impfstoffe sehe in Hamburg gegenwärtig noch gut aus: „Wir können bislang von keiner Knappheit sprechen.“ Die Lieferungen sollen weiterhin schubweise aufgestockt werden.

„Wir sollten vor allem die schützen, die schützungsbedürftig sind“

Geimpft werden sollte grundsätzlich jeder. Doch Ärztekammerpräsident Emami erklärte, dass es dafür nicht ausreichend Impfstoffe gibt. „Alle, die potenziell zu einer Risikogruppe gehören, sollten sich der Grippeimpfung unterziehen.“ So könne eine Doppelbelastung durch Grippe und Corona verhindert werden. Dabei sollten zuerst die Risikopatient:innen und danach können auch alle anderen geimpft werden. Kinder sollten dann gegen Grippe geimpft werden, wenn sie in engem Kontakt mit gefährdeten Personen sind, betont Dr. Emami. „Wir sollten vor allem die schützen, die schützungsbedürftig sind.“ Die AHA-Regeln weiterhin zu befolgen, sei unabdinglich.

Beschilderung an betroffenen Plätzen

Die Gesundheitssenatorin unterstrich, dass die regelmäßige Handhygiene und die Maske für Hamburger:innen nun zum Alltag gehöre. Die ausgeweitete Pflicht soll das Risiko einer Ansteckung minimieren, da der Abstand an den betroffenen Plätzen nicht eingehalten werden könne. Zudem sollen Beschilderungen und Polizeibeamt:innen auf die neue Maskenpflicht an den betroffenen Orten hinweisen. „Der kleinteilige Bereich soll Platzbereiche kennzeichnen, in denen es zu Ballungen kommt“, betonte die Senatorin. Dr. Emami appellierte an die Bevölkerung, dass alle gemeinsam die Maßnahmen einhalten sollen, damit die Pandemie möglichst gut in Schach gehalten werden kann. „Schöner wäre es, wenn wir zu einer anderen Regelung kommen, dass es weniger Einschränkungen gibt“, erklärte Leonhard.

Hamburg sei weiterhin bestrebt, auch bundesweit entsprechende Regeln zu entwickeln. Die Stadt möchte am Mittwoch beim Treffen aller Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel dafür kämpfen, dass es einheitlichere Regeln gibt, was private Feiern betrifft und insbesondere Pendler:innen werden davon profitieren, wenn sie aus eventuellen Risikogebieten nach Hamburg kommen. Es soll eine grundsätzliche Quarantänepflicht geben. Beendet werden kann die nur nach einem Corona-Test, der fünf Tage nach der möglichen Ansteckung stattfand.

„Wir erheben keine Daten, um Daten zu bekommen, sondern um die Leute zu erreichen“

„Wir erheben keine Daten, um Daten zu bekommen, sondern um die Leute zu erreichen.“ Senatorin Leonhard hofft, dass in der Bevölkerung eine höhere Akzeptanz für die Corona-Maßnahmen entsteht und so eine strengere Einhaltung der Maßnahmen erreicht wird.

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