Prozess um Kindesmissbrauch in Wohngruppe fortgesetzt: Ehepaar aus Gifhorn vor Gericht

Ausgerechnet in einer Wohngruppe für hilfebedürftige Kinder sollen Mädchen sexuell missbraucht und gequält worden sein. Ein 57 Jahre alter Erzieher aus Gifhorn steht deshalb seit Donnerstag vor Gericht – schon zum zweiten Mal, denn der Prozess wird neu aufgerollt. Auch seine Frau ist mitangeklagt.

Der Prozess hatte ursprünglich im vergangenen September am Landgericht Hildesheim begonnen, wurde dann aber im Oktober ausgesetzt, weil Ermittlungsbehörden immer wieder neue Akten und Asservate eingereicht hatten. An der Anklage hat sich dadurch aber nichts geändert.

Die Taten sollen sich den Jahren von 1998 bis 2007 ereignet haben. Doch erst Anfang vergangenen Jahres hatte eines der Opfer den Mut darüber zu sprechen. Daraufhin wurde das Paar in Haft genommen. Die Ehefrau ist inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Die beiden Angeklagten selbst wollten sich heute nicht zu den Vorwürfen äußern. Für den Prozess sind insgesamt 26 Verhandlungstermine angesetzt. Allein die Sichtung der vielen Beweise wird voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ein Urteil wird voraussichtlich Ende Mai erwartet.

Am 12. September 2019 hatte 17:30 SAT.1 REGIONAL für Niedersachsen und Bremen über den Prozessauftakt berichtet.
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Missbrauch in Wohngruppe: Ehepaar aus Gifhorn vor Gericht

 

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