Kampf gegen Mobbing an Schulen: Startschuss des neuen Bundesprogramms in Hannover

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Foto: Britta Pedersen/Archiv

Im Kampf gegen Mobbing unterstützen seit diesem Schuljahr speziell ausgebildete Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter Lehrkräfte an Schulen mit Problemen. Ein Problem sei die zunehmende Bedeutung von religiös-begründetem Extremismus unter Jugendlichen, erklärt das Bundesfamilienministerium im Konzept des neuen Programms mit dem Titel „Respekt Coaches/Anti-Mobbing-Profis“. So war zum Beispiel in Berlin im Frühjahr eine Zweitklässlerin wegen ihrer jüdischen Religionszugehörigkeit von älteren muslimischen Schülern beschimpft worden.

Heute gibt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) in Hannover den offiziellen Startschuss für das neue Bundesprogramm. Gemeinsam mit Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) empfängt sie mehr als 100 „Respekt Coaches“. Sie sollen Schülern die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft vermitteln, um sie gegen menschenfeindliche Ideologien stark zu machen. Auch eine Podiumsdiskussion mit Jugendlichen ist geplant.

Mobbing ist ein wachsendes Problem an Schulen. Nach einer Umfrage des Bündnisses gegen Cybermobbing klagt bundesweit jeder vierte Schüler über klassische Mobbing-Attacken, 13 Prozent beschreiben gezieltes Mobbing über digitale Medien.

Informationen zu „Respekt Coaches“

dpa

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